Polizei-News Waren (Müritz), 09.10.26: Achtung - Erneut unseriöse "Handwerker" in Region aktiv
Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Waren (Müritz). Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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In Waren und Umgebung sind aktuell wieder unseriöse Handwerker unterwegs, die für ihre Wucherpreise und möglichen Leistungsbetrug bekannt sind. Die Gruppe aus Rumänen - aktuell Männer im Alter zwischen 19 und 49 Jahren - war in dieser Woche bei einer Seniorin in Waren, um ein Terrassendach zu reparieren. Die ältere Frau hatte eine Anzeige der Firma in einem Anzeigenblatt gesehen und zu Wochenbeginn ein Angebot der Firma erfragt. Noch am selben Tag kamen Mitarbeiter des Familienbetriebs zu ihr.
Statt einen geforderten Kostenvoranschlag zu machen, begannen sie mit dem Abtragen der Dachplatten, wodurch auch Dachteile kaputt gingen. Die Frau fühlte sich überrumpelt und verunsichert. Sie einigte sich mit den Arbeitern auf einen Gesamtpreis für die Arbeiten, der etwa bei 6000 Euro liegen sollte.
Nach zwei Tagen Arbeit forderten die Männer plötzlich weiteres Geld, weil sich der Preis pro Quadratmeter erhöht hätte. Glücklicherweise kam es dann einer Bankmitarbeiterin merkwürdig vor, dass die Frau erneut eine hohe Summe abheben wollte, um die Weiterarbeit an ihrem Terrassendach zu bezahlen. Die Polizei wurde verständigt. Die Beamten trafen an der Adresse der Frau auf mehrere Mitarbeiter der Firma. Die Personalien wurden aufgenommen, der Verdacht des Leistungsbetrugs wurde ihnen mitgeteilt, die nachgeforderten 4000 Euro konnte die Frau behalten.
Wichtig zu wissen: Nur, weil Handwerker/Dachdecker zu einer realen Firma gehören, die Arbeiten auch tatsächlich verrichten und eine Quittung für die Barzahlung der Leistung ausstellen, heißt das nicht, dass sie seriös sind und zu fairen, marktüblichen Preisen agieren. Es sagt auch nichts über die Qualität der Handwerkerleistung aus.
In den meisten Fällen, die der Polizei von solchen Handwerkern bekannt sind, fangen die Arbeiter direkt mit den Arbeiten an und beschädigen dabei - mutwillig oder aus Mangel an Fachkenntnis - Material, so dass sich die Eigentümer unter Druck sehen, die Arbeiten beenden zu lassen, wenn sie nicht mit halb kaputten Dächern hängen gelassen werden wollen.
Und: Die bloße Werbeanzeige einer Handwerkerfirma in einer Zeitung sagt nichts über deren Seriosität aus.
Tipps der Polizei zum Schutz vor unseriösen Handwerkerleistungen:
- Bleiben Sie misstrauisch, bei "Haustürgeschäften" und spontanen
Angeboten angeblicher Handwerker.
- Vergleichen Sie mehrere Anbieter, vor allem auch bekannte Anbieter der Region. Ist das Erstangebot einer Firma - selbst wenn sie real existiert - deutlich niedriger als das der anderen als seriös bekannten Firmen vor Ort, ist es meistens zu schön um wahr zu sein.
- Lassen Sie sich auch nicht von einem Fahrzeug mit "offizieller"
Beschriftung beirren. Merken Sie sich den Firmennamen und/oderdas Kennzeichen und teilen Sie das der Polizei mit.
- Rufen Sie die Polizei unter 110, wenn Sie bedroht oder unter Druck gesetzt werden - insbesondere bei Zahlungsforderungen. Holen
Sie, wenn möglich Nachbarn hinzu, die den Vorfall bezeugen und Sie bestärken können.
- Lassen Sie sich für vereinbarte Handwerkerleistungen vorab immer Rechnungen geben. Prüfen Sie, ob nur ausgeführte Leistungen darauf stehen. Achten Sie auf eine rechtskonforme Rechnung (Firmenangabe, Steuernummer, Rechnungsnummer). Sie sind nicht verpflichtet, die Rechnung sofort zu begleichen. Auch die Drohung mit der Polizei oder einem Inkassounternehmen ist haltlos.
- Wenden Sie sich an eine Verbraucherzentrale, wenn Sie Fragen zur Rechnung haben.
- Scheuen Sie sich nicht, Anzeige bei der Polizei gegen die Firma zu erstatten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 09.10.2026 gegen 14:23 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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