Polizeifahndung Lindau, 07.10.26: Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl und weist Migranten nach unerlaubter Einreise zurück

Ein Fall von unerlaubter Einreise und Aufenthalt wurde aktuell von der Polizei in Lindau gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck

Am Montag (5. Oktober) haben Bundespolizisten am Bahnhof Lindau-Reutin einen afghanischen Zugreisenden gestoppt. Gegen den Migranten lagen eine Wiedereinreisesperre sowie ein offener Haftbefehl vor. Die Beamten wiesen ihn nach Zahlung einer Geldstrafe und Sicherheitsleistung nach Österreich zurück.

Lindauer Bundespolizisten kontrollierten am Nachmittag einen afghanischen Reisenden eines EuroCity-Zuges (Route Zürich-München). Der 33-Jährige war im Besitz österreichischer Flüchtlingsdokumente.

Die Beamten fanden bei der Fahndungsabfrage heraus, dass gegen den Afghanen ein bis Juni 2027 gültiges Einreise- und Aufenthaltsverbot vorliegt. Diese vierjährige Wiedereinreisesperre war 2023 durch die Bundespolizeiinspektion Freilassing verhängt worden.

Wie die Polizisten recherchierten, war der Migrant erstmals im September 2022 nach Deutschland eingereist und hatte einen Asylantrag gestellt. Später wurde der Afghane jedoch in den für sein Asylverfahren zuständigen Staat Österreich abgeschoben und im Zuge dessen mit einer einjährigen Wiedereinreisesperre belegt.Im April 2023 wurde der Mann ohne Dokumente und entgegen der bestehenden Wiedereinreisesperre von Freilassinger Bundespolizisten aufgegriffen.

Auf den daraus resultierenden Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Traunstein wegen unerlaubter Einreise stießen nun die Lindauer Bundespolizisten. Die im Haftbefehl geforderte Geldstrafe in Höhe von knapp 1.300 Euro konnte der Mann begleichen und so eine Ersatzfreiheitsstrafe abwenden.

Die Beamten zeigten den Afghanen wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Kempten musste der Beschuldigte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.300 Euro hinterlegen und wurde am Abend schließlich nach Österreich zurückgewiesen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeidirektion München vom 07.10.2026 gegen 14:51 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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