Polizei-News Hemer, 05.10.26: WhatsApp-Betru / Falscher Pflegedienst / Betrugswarnung
Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Hemer gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
Suche
Am Samstagabend zwischen 20 und 22.30 Uhr wurde an der Schützenstraße in eine Wohnung eingebrochen. Unbekannte öffneten gewaltsam die Wohnungstür. Der Geschädigte gab gegenüber der Polizei an, dass eine Xbox gestohlen worden sei. Die Polizei bittet um Hinweise unter Telefon 9099-0.
Ein angeblicher Mitarbeiter des medizinischen Dienstes hat am Sonntag eine Seniorin an der Lohstraße bestohlen. Der Unbekannte (etwa 30 Jahre alt, dunkelhaarig, mit Poloshirt) klingelte gegen 14 Uhr an der Haustür und behauptete, dass vom Medizinischen Dienst komme. Er tat so, als würde er einen Hörtest durchführen und ging dazu in das Schlafzimmer der Frau. Als er wieder weg war, stellte die Seniorin fest, dass ihre Geldbörse nicht mehr da war. Die Polizei warnt: Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Der weiße Dress ist keine Gewähr dafür, dass ein Besucher vom Pflegedienst kommt, genauso wenig wie ein "Blaumann" einen Beweis darstellt, dass vor der Tür wirklich ein echter Handwerker steht, der nach dem Abfluss schauen will. Der Medizinische Dienst kommt nicht unangekündigt. Verlangen Sie Ausweise! Legen Sie wichtige Rufnummern ans Telefon. So können Sie, während der Besucher draußen vor der Tür wartet, den angeblichen Auftraggeber anrufen. Will der Fremde nicht darauf warten oder ist er zwei Minuten später spurlos verschwunden, könnte das ein Hinweis auf einen Betrugsversuch sein.
Eine 61-jährige Hemeranerin hat Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs erstattete, weil über ihr WhatsApp-Konto Zahlungsaufforderungen verschickt wurden. Mehrere Bekannte aus ihrer Kontaktliste erhielten solche Aufforderungen, Geld per PayPal zu zahlen. Die Hemeranerin geht davon aus, dass ihr Messenger-Konto "gehackt" wurde.Möglicherweise handelt es sich um ein noch relativ neues Betrugsverfahren, für das sich der Begriff "Ghost Pairing" eingebürgert hat. Dabei wird das Messenger-Konto nicht gehackt, sondern die Opfer öffnen ihr Konto unwissentlich freiwillig für fremde Nutzer. Im grund handelt es sich um eine Variante des "Phishing", bei der Opfer dazu gebracht werden, ihre Zugangsdaten zu verraten. WhatsApp bietet die Möglichkeit, Nachrichten auch vom Computer aus zu verschicken. Dazu können Nutzer des Dienstes weitere Geräte zu koppeln ("pairen"). Betrüger machen sich diese Möglichkeit zu nutze. Typischerweise bekommen die Opfer zunächst scheinbar eine Nachricht von einem Bekannten. Der ist zuvor ebenfalls bereits auf die Masche hereingefallen. Das neue Opfer wird aufgefordert, für irgendeinen Wettbewerb zu "voten". Wer dem verschickten Link folgt, der muss sich scheinbar erneut bei WhatsApp anmelden. Doch tatsächlich gehört die angezeigte Seite nicht zu dem Messenger, sondern dem Betrüger. Der nimmt die Anmeldedaten in Empfang, meldet sich mit seinem Computer an und verschickt entweder die Zahlungsaufforderung oder die Aufforderung zum Voten.Betroffene bemerken den Angriff oft gar nicht oder erst, wenn sich andere Kontakte melden und nach den Zahlungsaufforderungen fragen. Nutzer des Dienstes sollten in ihren Einstellungen überprüfen, ob weitere Geräte gekoppelt wurden und diese Koppelung dann auflösen. Für einen zusätzlichen Schutz sollte grundsätzlich bei solchen Diensten die 2-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Bei solchen Kopplungsversuchen erhält der Nutzer dann auf einem anderen Weg eine Nachricht, die bestätigt werden muss.
Einer 82-jährigen Hemeranerin wurde am Mittwochmorgen zwischen 10.40 und 10.55 Uhr beim Einkaufen in einem Warenhaus an der Hauptstraße die Geldbörse gestohlen. Mit der ebenfalls erbeuteten Bankkarte hat eine Unbekannte kurz darauf zweimal hohe Geldsummen vom Konto der Seniorin abgehoben. Die Unbekannte trug graue Schuhe mit weißer Sohne, eine schwarze, enge Hose, ein Kopftuch mit Blumenmuster, eine weiße OP-Maske und eine graue Strickjacke sowie darunter ein weißes Unterteil. Die Polizei warnt vor Taschendieben, die überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten, zugreifen. In deren Fokus sind vor allem ältere Menschen. Deshalb sollten Wertsachen möglichst dicht am Körper getragen werden. Einkaufskorb oder Rollator sind schlechte Aufbewahrungsorte. Keinesfalls darf die PIN mit im Portemonnaie stecken.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Märkischer vom 05.10.2026 gegen 12:06 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Märkischer Kreis - Aktuelle Meldungen aus der Region:
- Polizei-News Märkischer Kreis, 05.10.26: Aktion gegen Taschendiebe
- Polizei-News Lüdenscheid, 05.10.26: Beim Geldabheben am Automaten bestohlen
- Polizei-News Schalksmühle, 05.10.26: Motorrad gestohlen
- Polizei-News Meinerzhagen, 05.10.26: Einbruch in Spielhalle
- Polizei-News Iserlohn, 04.10.26: Zwei Brände an Gebäuden
roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.