Polizei-News Wörth, 14.09.26: Seniorin nach Schockanruf um Schmuck im Wert von rund 100.000 Euro betrogen

Ein Unfall wurde aktuell von der Polizei in Wörth gemeldet. Was ist bisher bekannt?

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Friso Gentsch

Am Freitagabend (11.09.2026) wurde eine Seniorin aus Wörth am Rhein Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Gegen 19:30 Uhr meldete sich ein bislang unbekannter Mann telefonisch bei der Frau und gab sich als Krankenhausarzt aus.

Der Anrufer behauptete, der Sohn der Seniorin habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person tödlich verletzt worden sei. Um eine angebliche Inhaftierung ihres Sohnes zu verhindern, müsse die Frau eine Kaution zahlen.Durch diese erfundene Geschichte verunsichert, übergab die Seniorin gegen 20:30 Uhr Schmuck im Gesamtwert von rund 100.000 Euro an einen bislang unbekannten Mann. Erst am folgenden Tag sprach sie mit ihrem tatsächlichen Sohn und bemerkte, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war.Die Polizei sucht nun Zeugen, die am Freitag (11.09.2026) im Bereich der Friedrichstraße in Wörth verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben und Hinweise auf die Identität des Abholers geben können.

In vielen Fällen sind Opfer von Telefonbetrügern psychisch stark belastet. Die Scham, die sie empfinden, nachdem sie auf die heimtückischen Maschen der Täter reingefallen sind und unter Umständen erhebliche Teile ihrer Ersparnisse und Altersvorsorge verloren haben, wiegt schwer. Dies verhindert oftmals, dass sie sich Angehörigen oder der Polizei anvertrauen. Dabei sollte eins klar sein: Sie sind nicht allein. Sie haben sich auch nicht leichtfertig "übers Ohr hauen lassen". Denn die Täter agieren äußerst trickreich und skrupellos. Dabei passen sie ihre Gesprächstaktiken und Vorgehensweisen ständig an.

Opfer von Straftaten und deren Angehörige können sich vertrauensvoll an unsere Opferschutzberatung unter Telefon: 0621 963-21160 und 0621 963-21162 wenden. Dort erhalten sie Unterstützung, Beratung und Tipps, wie sie das Erlebte bewältigen können sowie Informationen zu weiteren Hilfeeinrichtungen und Opferrechten.

Um Sie noch besser vor Betrugsversuchen zu schützen, haben unsere Präventionsexperten eine Telefonhotline zum Schutz vor Betrug eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0621 963-21177 können Sie sich von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr kostenlos telefonisch über Betrugsdelikte informieren. Rufen Sie uns an und informieren Sie sich über die typischen Betrugsmaschen und wie Sie sich davor schützen können. Weitere Präventionstipps finden Sie auch im Internet unter https://s.rlp.de/93 oder www.polizei-beratung.de. Die Polizei rät zu folgenden Verhaltenshinweisen - Beachten Sie, dass die Polizei Sie nie unter der 110 kontaktiert. - Wenn Sie im Gespräch aufgefordert werden unter Verwendung der Rückruftaste die 110 zu wählen, legen Sie auf und wählen Sie die Nummer selbst. - Geben Sie keine persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum, Bankverbindungen, Vermögensverhältnisse an fremde Personen heraus. - Die Polizei schickt keine Zivilkräfte, um Geld oder Wertsachen abzuholen und vorsorglich in Verwahrung zu nehmen. - Lassen Sie Ihre Telefonnummer aus den Telefonverzeichnissen löschen. - Bringen Sie den Anruf bei der nächsten Polizeidienststelle oder per Onlinewache zur Anzeige.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Rheinpfalz vom 14.09.2026 gegen 10:17 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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