Polizei-News Vorpommern-Greifswald, 11.09.26: Polizei warnt vor Betrugsmasche mit Geldversprechen für vermeintliche Erben

Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Vorpommern-Greifswald gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marijan Murat

Die Polizei warnt derzeit vor dem sogenannten Vorschussbetrug, bei dem Täter Vorauszahlungen verlangen und im Gegenzug vermeintliche Gewinne bzw. hohe Geldsummen in Aussicht stellen. In dem aktuellen Fall liegt jedoch ein eher ungewöhnlicher Vorwand vor.

Ein Mann aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald sei bereits im Januar dieses Jahres über eine Messenger-Plattform von Unbekannten kontaktiert worden, die sich als Vertretung einer spanischen Anwaltskanzlei ausgaben. Dabei wurde dem Geschädigten ein angeblicher Vertrag angeboten. Er sollte sich als Erzeuger für eine zahlungskräftige Partei zur Verfügung stellen. Bei erfolgreicher Befruchtung wurde ihm eine Summe von mehreren hunderttausend Euro in Aussicht gestellt. Abgewickelt werden sollte das Rechtsgeschäft angeblich über zwei Anwaltskanzleien in Spanien und Berlin.Bevor es jedoch zu einem vereinbarten Treffen kommen konnte, forderten die Täter die Überweisung einer angeblichen Kaution in Höhe von rund 1.800 Euro. Nach erfolgter Zahlung verlangten die Betrüger unter dem Vorwand angeblicher Auflagen und anstehender medizinischer Untersuchungen weitere 5.000 Euro.

Als der Geschädigte die genannte Berliner Kanzlei persönlich aufsuchte, flog der Betrug auf. Die Kanzlei hatte von dem vermeintlichen Vertrag keine Kenntnis und machte den Mann auf den Betrug aufmerksam. Der Geschädigte erlitt einen finanziellen Schaden von 1.800 Euro.

Die Polizei weist darauf hin, dass es sich hierbei um eine Abwandlung des klassischen Vorschussbetrugs handelt. Betrüger erfinden immer wieder neue, teils sehr bizarre Geschichten von angeblichen Erbschaften über exklusive Verträge bis hin zu ungewöhnlichen Dienstleistungen, um ihre Opfer mit extrem hohen Summen zu locken. Ziel ist es, vorab Zahlungen wie Kautionen, Prüfgebühren oder Bearbeitungskosten geltend zu machen.

Die Polizei rät daher:

  • Seien Sie bei Kontaktaufnahmen durch Fremde über Messenger-Dienste oder soziale Medien grundsätzlich skeptisch, insbesondere, wenn Ihnen ohne Gegenleistung oder für ungewöhnliche Gefälligkeiten hohe Geldbeträge versprochen werden.
  • Überweisen Sie niemals Geld, angebliche Kautionen oder Bearbeitungsgebühren, um an versprochene Gewinne, Erbschaften oder Verträge zu gelangen.
  • Wenn bekannte Kanzleien, Firmen oder Behörden genannt werden, suchen Sie eigenständig nach deren offiziellen Kontaktdaten. Nutzen Sie niemals die in den Nachrichten mitgesendeten Links oder Telefonnummern.
  • Keine sensiblen Daten preisgeben: Senden Sie keine Ausweisdokumente, medizinischen Unterlagen oder Bankdaten an Unbekannte.
  • Sollten Sie bereits Zahlungen geleistet haben, brechen Sie den Kontakt sofort ab, sichern Sie den gesamten Chatverlauf sowie Überweisungsbelege und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 11.09.2026 gegen 09:18 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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