Polizei-News Berlin, 07.09.26: BDK warnt vor Gefahren durch Verknüpfung staatlicher Informationen mit KI
Eine Straftat wurde aktuell von der Polizei in Berlin gemeldet. Was ist bisher bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) fordert Bund und Länder auf, den Umgang mit öffentlich zugänglichen staatlichen Informationen neu zu bewerten. Hintergrund ist ein Praxistest des BDK, bei dem ausschließlich frei verfügbare staatliche Informationen mit handelsüblichen KI-Anwendungen ausgewertet und miteinander verknüpft wurden.
Dabei zeigt sich: Einzelne, für sich genommen unkritische Veröffentlichungen können zusammengenommen ein deutlich detaillierteres Lagebild über kritische Infrastruktur, technische Zusammenhänge und Abhängigkeiten ergeben, als dies aus den jeweiligen Einzeldokumenten erkennbar ist.
BDK Bundesvorsitzender Dirk Peglow:
"Wir reden zu Recht darüber, wie wir kritische Infrastruktur besser schützen. Dazu gehört aber auch die Frage, welches Lagebild über diese Infrastruktur wir selbst öffentlich erzeugen."
Der BDK fordert deshalb:
eine systematische Sicherheitsprüfung staatlicher Veröffentlichungen,
eine ressortübergreifende Mosaikprüfung, die auch die Verknüpfung unterschiedlicher Daten berücksichtigt,
den Einsatz von Informations-Red-Teams, die prüfen, welche Erkenntnisse aus öffentlich zugänglichen Informationen gewonnen werden können,
sowie eine Überprüfung bestehender Veröffentlichungs- und Transparenzpflichten mit Blick auf die neuen Möglichkeiten durch KI und automatisierte Datenanalyse.
Dabei geht es ausdrücklich nicht um weniger demokratische Transparenz.
Dirk Peglow:
"Transparenz darf nicht bedeuten, dass der Staat seine eigene Verwundbarkeit immer präziser dokumentiert. Was für demokratische Kontrolle notwendig ist, muss öffentlich bleiben. Was darüber hinaus ohne Not sicherheitsrelevantes Lagewissen erzeugt, gehört neu bewertet."
Entscheidend sei künftig nicht mehr allein die Frage, ob eine einzelne Information veröffentlicht werden könne. Ebenso müsse geprüft werden, welche zusätzlichen Erkenntnisse sie im Zusammenspiel mit bereits verfügbaren Informationen ermögliche.
Dirk Peglow abschließend:
"Die Sicherheitsbehörden wissen aus ihrer täglichen Arbeit, welchen Wert die Verknüpfung vieler zunächst unscheinbarer Einzelinformationen haben kann. Nicht der einzelne Mosaikstein ist entscheidend, sondern das Bild, das daraus entsteht."
Der BDK fordert deshalb, Informationsresilienz als festen Bestandteil der Inneren Sicherheit und der Gesamtverteidigung zu verankern.
Eine ausführliche Darstellung des BDK-Praxistests, der daraus gezogenen Schlussfolgerungen sowie der Forderungen zur Mosaikprüfung und zum Informations-Red-Teaming ist der Presseanlage zu entnehmen oder im Beitrag "Wenn öffentliche staatliche Informationen zum Sicherheitsrisiko werden" auf der Website des Bund Deutscher Kriminalbeamter abrufbar.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Bund Deutscher vom 07.09.2026 gegen 09:45 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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