Polizei-News Vorpommern-Greifswald, 04.09.26: Anrufer versprechen hohe Gewinne - 77.000 Euro Schaden durch Anlagenbetrug

Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Vorpommern-Greifswald gemeldet. Was ist bisher bekannt?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache

Die Polizei warnt derzeit eindringlich vor Betrügern, die sich am Telefon als angebliche Finanzexperten ausgeben. Unter dem Vorwand lukrativer Geldanlagen und unter gezielter Druckausübung haben Unbekannte eine 68-jährige Frau aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald um insgesamt 77.000 Euro gebracht. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs aufgenommen und warnt eindringlich vor dieser Masche.

Demnach soll die Geschädigte bereits Ende Juli diesen Jahres von einer unbekannten Person telefonisch kontaktiert worden sein. Dieser angebliche Finanzvermittler bot der Frau an, ihr Geld gewinnbringend auf einer Internetplattform zu investieren.

Nachdem die Frau anfangs einen kleineren Betrag überwiesen hatte, leiteten die Täter sie an einen angeblichen Finanzmanager weiter. Dieser überzeugte die 68-Jährige immer größere Summen anzulegen. Insgesamt überwies die Frau über 70.000 Euro auf verschiedene ausländische Konten.

Um an das vermeintlich erwirtschaftete Guthaben von über 100.000 Euro zu gelangen, sollte das Geld in Bar durch ein Transportunternehmen direkt zu der Frau nach Hause geliefert werden. Die angebliche Geldtransportfirma forderte bei der telefonischen Kontaktaufnahme die Bestätigung eines Codes, welchen die Frau zuvor durch den angeblichen Finanzmanager mitgeteilt bekommen hatte.

Da es bei der Angabe der Codes angeblich zu Fehlern seitens der Geschädigten kam, forderten die Betrüger die Frau auf, für jeden Fehlversuch eine Strafe von jeweils 5.000 Euro zu zahlen.

Zu diesem Zeitpunkt wurde die Seniorin misstrauisch und erstattete im weiteren Verlauf Anzeige bei der Polizei. Der Gesamtschaden beläuft sich nach aktuellem Kenntnisstand auf 77.000 Euro.

Die Polizei warnt daher und rät:

  • Seien Sie misstrauisch bei Angeboten, die eine sichere Anlage, eine garantierte Rendite, dazu hohe Gewinne oder ein nur sehr geringes Risiko versprechen.
  • Bevor Sie Geld übergeben oder eine Anlage tätigen, holen Sie immer unabhängigen Rat ein. Nutzen Sie beispielsweise die Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder die Seite der Verbraucherzentrale.
  • Lehnen Sie unaufgeforderte Anrufe im Zusammenhang mit Anlageangeboten ab und lassen Sie sich nicht auf Beratungsgespräche mit Unbekannten ein. Kontakt auf, um Geldanlagen zu verkaufen.
  • Vorsicht vor zukünftigen Betrugsversuchen: Wenn Sie bereits Opfer wurden und in einen Betrug investiert haben, werden die Betrüger Sie wahrscheinlich wieder ins Visier nehmen oder Ihre Daten an andere Kriminelle verkaufen.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Im Zweifel die Überweisungen sofort stoppen, die eigene Hausbank kontaktieren und umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 04.09.2026 gegen 14:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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