Polizei-News Rhein-Neckar-Kreis, 03.09.26: Schwetzingen: Bewohnerinnen stoppen Betrug durch falschen Polizeibeamten, zwei Festnahmen

Die Polizei informiert über eine aktuelle Festnahme in Rhein-Neckar-Kreis. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache

Ein 26-jähriger Tatverdächtiger sowie seine 17-jährige Begleiterin wurden festgenommen, nachdem sie in einem Mehrparteienhaus in der Bodelschwinghstraße versucht hatten, sich als Polizeibeamte Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. Dank des vorbildlichen Verhaltens zweier Bewohnerinnen blieb es beim Versuch - ein Schaden entstand nicht.

Nach bisherigem Ermittlungsstand klingelte einer der Tatverdächtigen am Mittwochnachmittag, den 2. September 2026, bei einer 85-jährigen Bewohnerin des Hauses und gab sich unter Vorlage einer Art Papiervisitenkarte mit der Aufschrift "Polizei" als Polizeibeamter aus. Unter diesem Vorwand gelangte er in die Wohnung und befragte die Frau zu den Schließverhältnissen, ihrem Vermögen sowie zu im Haushalt befindlichem Schmuck und Wertgegenständen.Die Bewohnerin reagierte umsichtig, schöpfte Verdacht und kündigte an, den Sachverhalt telefonisch bei der Polizei überprüfen zu wollen. Daraufhin verließ der Tatverdächtige umgehend die Wohnung.

Unmittelbar im Anschluss versuchte er, sich bei einer 66-jährigen, im selben Haus lebenden Bewohnerin unter Angabe eines falschen Namens als Kriminalbeamter auszugeben, um auch dort Zutritt zu erhalten. Diese durchschaute die Absicht sofort und verweigerte ihm konsequent den Einlass.

Die 17-jährige Begleitperson stand während beider Vorfälle Schmiere und hatte den Eingangsbereich des Mehrfamilienhauses im Blick.

Durch die von der eintreffenden Streifenbesatzung des Polizeireviers Schwetzingen aufgenommene Personenbeschreibung konnte ein tatverdächtiges Paar im Nahbereich angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Diese müssen sich nun wegen versuchten Betrugs verantworten.

Das entschlossene Verhalten und die kritische Nachfrage der beiden Bewohnerinnen haben einen möglichen Vermögensschaden verhindert. Der vorliegende Fall zeigt, dass Betrüger gezielt ältere Menschen ins Visier nehmen. Die Polizei rät:

  • Echte Polizeibeamtinnen und -beamte weisen sich stets mit einem Dienstausweis aus - lassen Sie sich diesen genau zeigen.
  • Bei Zweifeln: Rufen Sie selbst über den Notruf 110 die Polizei an, um die Identität zu überprüfen. Nutzen Sie dafür ein eigenes Telefon und nicht eine von der Besucherperson vorgeschlagene Nummer.
  • Öffnen Sie die Tür nur angekettet oder gar nicht, wenn Sie unsicher sind.
  • Die Polizei fragt am Telefon oder an der Haustür grundsätzlich niemals nach Vermögen, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
  • Lassen Sie unangemeldete Besucherinnen und Besucher nicht vorschnell in die Wohnung - auch nicht unter Zeitdruck oder bei angeblich dringendem Anlass.
  • Informieren Sie im Zweifel Nachbarinnen und Nachbarn oder Angehörige, insbesondere wenn ältere oder alleinlebende Personen betroffen sind.
  • Erstatten Sie bei verdächtigen Vorfällen umgehend Anzeige bei der Polizei - auch wenn kein Schaden entstanden ist.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mannheim vom 03.09.2026 gegen 11:59 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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