Polizei-News Rockenhausen, 02.09.26: Gold für Verkehrssicherheit, die ankommt - "Clever zu Fuß - sichere Kids"

Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Rockenhausen gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Unfall für das Presseportal Bild: Adobe Stock / wellphoto

Sehen, hören und vor allem selbst erleben: 66 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren haben am Dienstag (1. September 2026) an der Verkehrssicherheitsaktion "Clever zu Fuß - sichere Kids" an der Schule am Donnersberg in Rockenhausen teilgenommen. Das speziell für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf entwickelte Konzept wurde erst vor wenigen Wochen mit dem 27. "mobil und sicher"-Preis in Gold ausgezeichnet.

Und auch bei seiner zweiten Auflage zeigte sich, warum das Projekt überzeugen konnte: Die Kinder waren mit großer Begeisterung bei der Sache, probierten aus, stellten Fragen und meisterten die verschiedenen Aufgaben. Verkehrssicherheit wurde dabei nicht nur erklärt, sondern unmittelbar erlebbar gemacht.

Entwickelt und ins Leben gerufen wurde "Clever zu Fuß - sichere Kids" von Yvonne Sittel, Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion Rockenhausen. Das Konzept richtet sich gezielt an Kinder, für die klassische Angebote der Verkehrserziehung aufgrund ihrer individuellen Voraussetzungen nicht oder nur eingeschränkt geeignet sind. Im Mittelpunkt stehen drei Säulen: "Sehen - hören - selbst erleben".

"Die Kinder müssen es selbst tun und selbst erleben. Mitten drin statt nur dabei - das ist unser Motto", beschreibt Sittel den Grundgedanken des Projekts. Die Inhalte und Übungen sind so gestaltet, dass die Kinder entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten mitmachen und Verkehrssituationen möglichst selbstständig erfahren können.

Die Schule am Donnersberg bietet dafür besondere Voraussetzungen. Unter ihrem Dach vereint die Förderschule die vier Förderschwerpunkte Lernen, ganzheitliche Entwicklung, motorische Entwicklung und Sprache.

Fünf Stationen - ein Ziel

Für den Aktionstag wurden die 66 Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Voraussetzungen in fünf Gruppen eingeteilt. Begleitet von vertrauten Lehr- und Betreuungskräften durchliefen sie nacheinander fünf Stationen. Keine Übung dauerte länger als etwa 30 Minuten. Die Wechsel zwischen den Stationen sorgten zugleich für kurze Pausen.

Beim "Toten Winkel" wartete ein besonderes Highlight: ein großer Lastwagen. Markierte Flächen machten sichtbar, in welchen Bereichen Fußgänger oder Rollstuhlfahrende für den Fahrer nicht zu erkennen sind. Die Kinder konnten sich selbst in diese Bereiche stellen und - soweit möglich - auch auf dem Fahrersitz Platz nehmen. Der Perspektivwechsel machte unmittelbar deutlich, was ein Lkw-Fahrer sehen kann und was nicht.

An der Station "Sichtlinie" lernten die Kinder anhand geparkter Fahrzeuge, warum sie eine Fahrbahn nicht überqueren sollten, bevor sie den Straßenverkehr ausreichend überblicken können - und selbst gut gesehen werden.

Wie eine Straße an einem Zebrastreifen oder einer Fußgängerampel sicher überquert wird, konnten sie an einer weiteren Station praktisch üben.

Beim Thema Fahrradhelm ging es darum, warum der Kopf besonders geschützt werden muss und wie ein Helm richtig sitzt. Nach einem kurzen Film stellten die Kinder einen Helm selbst ein oder erarbeiteten dies gemeinsam mit den Betreuenden.

In der "Blackbox" drehte sich alles um die Sichtbarkeit bei Dunkelheit. Helle und dunkle Symbole mussten in abgedunkelten Boxen erkannt und gezählt werden. So erfuhren die Kinder unmittelbar, wie groß der Unterschied zwischen gut und schlecht sichtbaren Gegenständen sein kann.

Lernen, erleben - und später wiederholen

Begleitend zu den Stationen bearbeiteten die Kinder inklusiv gestaltete Arbeitsblätter. Nachdem alle Übungen absolviert waren, folgte ein kleiner Test. Dabei ging es ausdrücklich nicht um Bestehen oder Durchfallen, sondern darum festzustellen, was von den zuvor vermittelten Inhalten bereits hängen geblieben war.

Die Arbeitsblätter und Ergebnisse werden zu einer Lernmappe zusammengestellt. Dadurch können die Schülerinnen und Schüler die Inhalte später im Verkehrsunterricht wieder aufgreifen und wiederholen.

Für viel Spaß und einen besonders anschaulichen Abschluss sorgte der Melonentest. Eine Melone wurde zunächst ungeschützt und anschließend mit einem Helm aus größerer Höhe fallen gelassen. Der Unterschied beeindruckte die Kinder sichtbar und verdeutlichte noch einmal eindrücklich die Schutzwirkung eines Helms.

Zum Abschluss durften sich alle Teilnehmenden offiziell "Clever zu Fuß - sichere Kids" nennen. Als Erinnerung erhielten sie eine "Goodie-Bag" und einen besonderen Ansteckbutton. Das Motiv dafür wurde von einer autistischen Schülerin der Schule selbst gestaltet und gemalt.

Gemeinsam entwickelt und umgesetzt

Erstmals fand der Aktionstag am 26. August 2025 auf einem abgesperrten Verkehrsübungsplatz in unmittelbarer Nähe der Schule sowie auf dem Schulgelände und im Schulgebäude statt.

Möglich wurde das Projekt durch die Zusammenarbeit vieler Beteiligter. Neben Yvonne Sittel wirkten die Verkehrssicherheitsberaterin der Polizeiinspektion Kirchheimbolanden, Nadine Ertel, sowie die Sonderpädagoginnen Sandra Neri und Eva Becker mit. Seitens der Kreisverkehrswacht Donnersberg e. V. unterstützten der Vorsitzende Maik Braunsdorf, die zweite Vorsitzende Andrea Scheel, die zugleich Ansprechpartnerin für Verkehrserziehung an den Grundschulen im Donnersbergkreis ist, sowie der ehrenamtliche Helfer Thomas Glanzdorf die Aktion.

Bundesweite Auszeichnung in Gold

Für "Clever zu Fuß - sichere Kids" erhielt die Kreisverkehrswacht Donnersberg e. V. am 19. Juni 2026 im Neckar-Forum in Esslingen den 27. "mobil und sicher"-Preis in Gold. Mit Gold, Silber und Bronze werden jährlich herausragende und öffentlichkeitswirksame Verkehrssicherheitsprojekte von Verkehrswachten aus dem gesamten Bundesgebiet ausgezeichnet.

Preisstifter ist der Verlag Max Schmidt-Römhild GmbH & Co. KG in Lübeck, in dem seit 1994 die Fachzeitschrift "mobil und sicher" erscheint.

Der Preis in Silber ging in diesem Jahr an die Landesverkehrswacht Berlin für den Aktionstag "Fit für die Straße - Reinickendorf" zu den Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Bronze erhielt die Verkehrswacht Solingen für ihr "Großeltern-Enkel-Radfahrtraining".

Der zweite Aktionstag in Rockenhausen machte deutlich, was hinter der Auszeichnung steht: Verkehrserziehung funktioniert besonders gut, wenn Kinder nicht nur zuhören, sondern selbst entdecken, ausprobieren und erleben können.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Westpfalz vom 02.09.2026 gegen 12:38 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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