Polizei-News Mannheim, 28.08.26: Telefonbetrug durch falschen Polizeibeamten - Zeugenaufruf

Ein Raubüberfall wurde aktuell von der Polizei in Mannheim gemeldet. Es wird nach Zeugen gesucht. Haben Sie etwas gesehen?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marco Rauch

Ein bislang unbekannter Mann rief am Donnerstag um kurz nach 9 Uhr eine Seniorin im Stadtteil Mannheim-Seckenheim an und behauptete von der Kriminalpolizei Mannheim zu sein. Der Anrufer behauptete, dass es in der Nachbarschaft einen Raubüberfall gegeben hätte, bei dem eine Frau schwer verletzt wurde. Im Rahmen der Ermittlungen habe man zwei Männer festgenommen. Einer von ihnen hatte die Adresse der Seniorin bei sich. Diese Lügengeschichte diente zur Ablenkung, denn dem Telefonbetrüger ging es eigentlich um Wertgegenstände oder Bargeld. Die Seniorin durchschaute den Betrug zunächst nicht und erklärte sich bereit eine hohe Summe Bargeld an einen Mann zu geben, damit er diese in Sicherheit bringt. Doch dabei handelte es sich um einen Komplizen des Telefonbetrügers. Als dann der Abholer gegen 12 Uhr erschien, kamen der Frau Zweifel und sie erklärte, dass sie das Geld nur auf der Polizeiwache übergeben werde. Das führte dazu, dass der Mann einen Umschlag mit Bargeld aus der Handtasche der Seniorin stahl und dann flüchtete.Der Tatverdächtige war ungefähr 20-25 Jahre alt, circa 165 cm groß und hatte eine schmale Figur. Er war komplett schwarz gekleidet und hatte kurze schwarze Haare. Er sprach Deutsch ohne Akzent. Er hatte ein südländisches Erscheinungsbild.

Die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg nahm die Ermittlungen auf.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon unter der Telefonnummer 0621/174-4444 zu melden.

Die Polizei rät generell bei überraschenden Anrufen:

  • Lassen Sie sich nicht zur Eile und sofortigen Handlungen drängen. Machen Sie sich Notizen und fragen nach dem Namen des Anrufers bzw. der Anruferin sowie einer Rückrufnummer. Am besten auflegen, die Sache überdenken und gegebenenfalls später zurückrufen. Wichtig: Überprüfen Sie die Angaben auf ihrer Plausibilität!
  • Halten Sie Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern oder Vertrauten.
  • Werden Sie immer dann besonders misstrauisch, wenn es um Geld- oder andere Vermögensforderungen, Passwörter, Kontoinformationen oder andere sensible Daten geht. Diese sollten erst nach genauer Prüfung weitergegeben werden.
  • Verständigen Sie im Zweifelsfall immer und zeitnah die Polizei. Die diensthabenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten können Ihnen verlässlich Auskunft darüber geben, ob es sich um eine Betrugsmasche handelt.Weitere Informationen wie Sie sich und Ihre Verwandten gegen diese und andere Betrugsmaschen schützen können, finden sie auch online: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mannheim vom 28.08.2026 gegen 12:09 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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