Polizei-News Ribnitz-Damgarten, 25.08.26: Polizei warnt vor Fake-Shops im Internet

Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Ribnitz-Damgarten gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Armin Weigel

Am gestrigen Montag, dem 24. August 2026, wurden der Polizei in Vorpommern zwei Fälle von mutmaßlichem Betrug beim Online-Einkauf angezeigt. In beiden Fällen bestellten die Betroffenen Waren über das Internet, erhielten diese jedoch nicht.

Im Polizeirevier Ribnitz-Damgarten erstattete ein 61-jähriger Mann Anzeige. Er wollte im Internet mehrere Paletten Holzkohle im Gesamtwert von rund 1.400 Euro erwerben. Nachdem er den geforderten Betrag überwiesen hatte, wartete er vergeblich auf die Lieferung. Die Ware ist bislang nicht eingetroffen. Nach ersten Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass es sich bei dem Anbieter um einen sogenannten Fake-Shop handelt.

Einen weiteren Fall zeigte eine 39-jährige Frau aus Wolgast im Polizeirevier Wolgast an. Sie wollte im Internet eine elektrische Katzentoilette kaufen. Die von ihr aufgerufene Internetseite sah dabei nahezu identisch mit dem Online-Shop eines bekannten Discounters aus. Die Frau genehmigte eine Zahlung per Lastschrift. Die Ware wurde jedoch nicht geliefert. Zwischenzeitlich war die Internetseite nicht mehr erreichbar. Der entstandene Schaden liegt bei knapp 100 Euro. Nach bisherigen Erkenntnissen ging die Zahlung auf ein ausländisches Konto.

In beiden Fällen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen.

Fake-Shops sind häufig auf den ersten Blick nur schwer von seriösen Online-Händlern zu unterscheiden. Teilweise werden bestehende Internetseiten kopiert oder bekannte Händler und Marken optisch nachgeahmt.

Die Polizei rät daher, vor einer Bestellung genau hinzusehen:

  • Internetadresse prüfen: Enthält die URL ungewöhnliche Schreibweisen, zusätzliche Zeichen oder ähnelt sie nur der Adresse eines bekannten Händlers?
  • Impressum kontrollieren: Ist ein vollständiges Impressum vorhanden? Stimmen Name, Anschrift und Kontaktdaten? Auch ein vorhandenes Impressum kann gefälscht sein.
  • Preise vergleichen: Angebote, die deutlich günstiger sind als bei anderen Anbietern, sollten misstrauisch machen.
  • Zahlungsart beachten: Besonders bei Vorkasse oder Überweisung ist Vorsicht geboten. Bei unbekannten Anbietern sollte geprüft werden, welche sicheren Zahlungsarten angeboten werden.
  • Bewertungen prüfen: Unabhängige Erfahrungsberichte anderer Käufer können Hinweise auf einen unseriösen Anbieter geben. Ausschließlich positive Bewertungen sollten ebenfalls kritisch hinterfragt werden.
  • Gütesiegel überprüfen: Ein Gütesiegel allein ist kein Beweis für die Seriosität eines Shops. Es sollte geprüft werden, ob das Siegel tatsächlich zu einem echten Zertifikat und dem entsprechenden Anbieter führt.

  • Shop vor dem Kauf überprüfen: Die Verbraucherzentrale bietet mit dem Fakeshop-Finder eine Möglichkeit, Internetadressen von Online-Shops vor einer Bestellung überprüfen zu lassen.

Wer bereits auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte schnell handeln. Betroffene sollten umgehend ihre Bank beziehungsweise den jeweiligen Zahlungsdienstleister kontaktieren und prüfen lassen, ob die Zahlung noch gestoppt oder zurückgeholt werden kann. Außerdem sollten Bestellbestätigungen, E-Mails, Zahlungsbelege, Screenshots und sämtliche weiteren Informationen zum Anbieter gesichert werden. Anschließend sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 25.08.2026 gegen 11:22 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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