Polizeifahndung Hannover/Osnabrück, 07.08.26: Zoll zerschlägt illegales Zigarettenhandelsnetzwerk, 11 Millionen Zigaretten beschlagnahmt, vier Festnahmen
Das Zollamt meldet einen aktuellen Fall in Hannover/Osnabrück von heute (Fr), dem 07.08.26. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Mehr als 11 Millionen unversteuerte Zigaretten und ca. 10.000 Euro Bargeld haben Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Hannover in einem groß angelegten Einsatz am 05.08.2026 in Osnabrück, Visbek und anderen Orten in Niedersachsen beschlagnahmt. Insgesamt vierTatverdächtige wurden bei den Zugriffsmaßnahmen festgenommen.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um vier Männer im Alter zwischen 40 und 45 Jahren aus Armenien und Polen. Gegen die vier Männer ordnete das Amtsgericht Oldenburg zwischenzeitlich die Untersuchungshaft an.
Die zuständige Staatsanwaltschaft Oldenburg wirft den Verdächtigen vor, Handel mit unversteuerten Zigaretten in erheblichem Umfang organisiert und abgewickelt zu haben. Zu den Festnahmen kam es am 05.08.2026 in Osnabrück und Bersenbrück.
Insgesamt wurden sechs Durchsuchungen von Lagerhallen und Wohnungen in den Landkreisen Osnabrück, Vechta und Northeim durchgeführt.
In einer Lagerhalle in Osnabrück, die zuletzt im Fokus der Ermittlungen stand, stellten die eingesetzten Kräfte die rund 11 Millionen Zigaretten sicher. Daneben konnten an den weiteren Objekten mehr als 10.000 Euro Bargeld sowie zahlreiche Smartphones und weitere elektronische Beweismittel gesichert werden.
Der Steuerschaden für die sichergestellten - mutmaßlich gefälschten -Zigaretten liegt bei rund zwei Millionen Euro.
Vorausgegangen waren mehrmonatige Ermittlungen des ZollfahndungsamtesHannover -Dienstsitz Bielefeld- gegen die nun festgenommenenTatverdächtigen. Die Zigaretten sollen dabei mit Sattelzügen amangemieteten Lager der Beschuldigten angeliefert und anschließend mitKleintransportern an zahlreiche Zwischenhändler in Norddeutschland, aber auch Nordrhein-Westfalen und Hessen ausgeliefert worden sein.
Monika Dennhardt, Leiterin des Zollfahndungsamtes Hannover, betont:"Nach dem vorläufigen Ergebnis der Ermittlungen wurden hier durch dieTäter in wenigen Monaten mutmaßlich fast 100 Millionen Zigarettenumgeschlagen - das entspricht einem Steuerschaden von rund 19 Millionen Euro. Dazu kommen die sichergestellten Zigaretten. Das verdeutlicht, dass wir hier einmal mehr eine hoch organisierte kriminelle Struktur zerschlagen konnten."
Insgesamt wird den Beschuldigten somit die Hinterziehung von 21Millionen Euro Steuern vorgeworfen.
Bei den Einsatzmaßnahmen, die bereits am 05.08.2026 stattfanden, waren fast 40 Kräfte vor Ort im Einsatz. Unterstützt wurden die Ermittlerinnen und Ermittler des Zollfahndungsamtes Hannover durch Kräfte des Hauptzollamtes Bielefeld, des Zollfahndungsamtes Essen und des Landeskriminalamtes Niedersachsen.
Die Ermittlungen werden durch das Zollfahndungsamt Hannover -Dienstsitz Bielefeld- im Auftrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg weitergeführt und dauern noch an. Im Falle einer Verurteilung müssen die Verantwortlichen mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Zollfahndungsamt Hannover vom 07.08.2026 gegen 11:06 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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