Polizei-News Landkreis MSE, 29.07.26: Polizei warnt vor Betrügen durch "Job Scamming"

Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Landkreis MSE. Was ist heute passiert?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel

Am gestrigen Tag wurden der Polizei im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg gleich zwei Fälle von sogenanntem "Job Scamming" gemeldet. Darunter versteht man eine Betrugsmasche, bei welcher Kriminelle fingierte Stellenanzeigen nutzen. Das Ziel ist es, Jobsuchende um ihr Geld zu bringen oder aber deren Identität für Straftaten, wie z. B. Geldwäsche, in Erfahrung zu bringen und zu missbrauchen. Oft wird dazu mit extrem hohen Verdiensten für Jobs im Homeoffice, Produkttests, Paketweiterleitungen oder Investmentjobs geworben.

So auch im Fall einer 21-Jährigen aus dem Greifswalder Umland. Die Geschädigte stieß auf einer bekannten Internetplattform für Stellenangebote auf eine vermeintlich lukrative Ausschreibung. Im Auftrag einer Firma sollte sie mehrere Sachen, wie zum Beispiel Verfahren zur Bankeröffnung, testen. In weiterer Folge eröffnete sie in ihrem Namen, unter Nutzung einer vom Tatverdächtigen zugeteilten E-Mail-Adresse, ein Bankkonto. Nachdem das Konto nach dem vermeintlichen Test nicht gelöscht wurde und die junge Frau eine Visa-Karte zugesandt bekam, wurde sie skeptisch und wandte sich an die Polizei. Ein Schaden entstand bislang nicht.

Ein weiterer Fall wurde der Malchiner Polizei gemeldet. Ein 24-Jähriger entdeckte in den Sozialen Medien Werbung, welche hohe Gewinne für wenig Aufwand versprach. Er sollte für eine bekannte Reiseplattform Aufgaben wie z. B. das Liken bestimmter Hotels vornehmen und dafür entlohnt werden. Nach ersten kleineren Auszahlungen einstelliger Beträge investierte der junge Mann circa 2.000 Euro, welche er sich zuvor von einer 74-jährigen Verwandten geliehen hatte. Aufgrund eines vermeintlichen Fehlers im Handlungsablauf wurde das Geld jedoch angeblich "eingefroren", woraufhin weitere 3.000 Euro verlangt wurden, um diesen Zustand zu beseitigen. Folgend wandte er sich erneut an die Verwandte, um sich von ihr das benötigte Geld zu leihen. Diese vermutete jedoch einen Betrug und wandte sich anschließend mit ihrem Enkel an die Polizei.

In beiden Fällen wird nun wegen Betrug ermittelt.

Auch, wenn die Onlineangebote oft seriös und lukrativ wirken, rät die Polizei zur Vorsicht.

  • Werden Sie bei unrealistisch hohen Verdienstversprechen (in Relation zur benötigten Qualifikation), sofortigen Zusagen am Telefonoder reiner Kommunikation über Messengerdienste skeptisch.

  • Gehen Sie nicht in Vorkasse für etwaige Schulungen, Arbeitsmaterial, Software oder ähnliches!

  • Geben Sie keine persönlichen oder sensiblen Daten oder Dokumentepreis. Oft werden z. B. Ausweiskopien, Bankdaten oder Zugangsdaten verlangt.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen schnell zu unterschreiben oder sonstige Handlungen durchzuführen.

  • Prüfen Sie das vermeintliche Unternehmen z. B. über das Impressum, Rezensionen oder die Handelsregister.

  • Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 29.07.2026 gegen 12:17 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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