Polizei-News Schleiden, 22.07.26: Mit versteckter Technik zur Führerscheinprüfung - Plan scheitert schneller als die Theorie

Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Schleiden gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Raub für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Heiko Küverling

Eine theoretische Führerscheinprüfung auf einer TÜV-Prüfstelle in Schleiden nahm am Montag (20. Juli) eine unerwartete Wendung. Gegen 9 Uhr befand sich ein 44-jähriger Kölner im Prüfungsraum und beantwortete die Fragen zunächst auffallend langsam. Eine Prüferin schöpfte Verdacht, da der Mann ungewöhnlich lange für die ersten Aufgaben benötigte. Sie vermutete, dass im Kragen seiner Kleidung eine Kamera verborgen sein könnte, und verständigte die Polizei. Als die Polizeibeamten eintrafen, waren erst wenige Prüfungsfragen beantwortet. Rund 20 Fragen standen noch aus. Diese beantwortete der 44-Jährige im Beisein der Polizeibeamten innerhalb weniger Minuten - ein Umstand, der den Verdacht weiter erhärtete. Die Prüfung bestand er dennoch nicht. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Polizeibeamten im Kragen des Mannes eine versteckte Kamera. In seiner Hosentasche befand sich weitere Technik, während die Verbindungstechnik der Kamera mit Klebeband unter der Kleidung im Brustbereich befestigt war. Vor dem Gebäude trafen die Polizeibeamten den 23-jährigen Sohn des Prüflings aus Köln an. Dieser schien ebenfalls gut vorbereitet zu sein und hatte gleich zwei Mobiltelefone griffbereit. Während eines laufenden Videoanrufs wollte er offenbar nicht erkannt werden - als er jedoch bemerkte, dass die Polizeibeamten einen Blick auf das Display warfen, wurde das Gespräch kurzerhand beendet. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass der Sohn seinem Vater während der Prüfung die Lösungen übermitteln wollte. Die technische Ausrüstung wurde sichergestellt. Der Plan, die theoretische Führerscheinprüfung mit moderner Technik zu bestehen, scheiterte schneller als die Theorie selbst: Statt eines bestandenen Tests gab es sichergestellte Technik und ein Strafverfahren. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges sowie des Ausspähens von Daten aufgenommen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Euskirchen vom 22.07.2026 gegen 12:55 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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