Polizei-News Mainz, 15.07.26: Genug Betrug! LKA und Verbraucherzentrale informieren über Betrugsmaschen mit Künstlicher Intelligenz
Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Mainz gemeldet. Was ist bisher bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Aktuell warnen das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz besonders vor KI-gestützten Betrugsmaschen, die klassische Betrugsformen deutlich glaubwürdiger machen.
Moderne KI-Technologien ermöglichen es Tätern, Stimmen, Bilder, Videos und Texte täuschend echt zu imitieren, um damit Vertrauen zu erschleichen und an Geld oder sensible Daten zu gelangen.
- Die KI-Betrugsmaschen im Überblick -
Love Scamming mit KI-Profilen:
Betrüger erstellen künstliche Identitäten mit KI-generierten Fotos und Nachrichten. Über Dating-Plattformen oder soziale Netzwerke bauen sie Vertrauen auf. Nach wochenlangem, liebevollem Kontakt bittet der vermeintliche Partner plötzlich um Geld für eine dringende Operation oder einen Flug, damit ein Treffen möglich wird.
Sextortion und digitale Erpressung:
Vor allem junge Menschen werden über soziale Medien kontaktiert. Ein Betrüger schickt ein manipuliertes Nacktbild des Opfers und droht, es an Freunde und Familie zu verschicken, wenn nicht sofort Geld gezahlt wird.
Gefälschte Finanz- und Anlageangebote:
Mit Deepfake-Videos von bekannten Persönlichkeiten werben Betrüger für vermeintlich sichere Geldanlagen, Kryptowährungen oder Gesundheitsprodukte. Wer investiert, verliert sein Geld an Betrüger.
Perfekt formulierte Phishing-Nachrichten:
Die Täter können mithilfe von KI täuschend echte E-Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten im Namen von Banken, Behörden oder Paketdiensten erstellen. Ziel von Phishing-Nachrichten ist oft die Erlangung von Zugangsdaten oder Kreditkarteninformationen.
Schockanrufe mit geklonter Stimme:
Mithilfe von KI können Betrüger aus kurzen Sprachaufnahmen die Stimme von Angehörigen nachahmen. In einem Anruf wird eine Notlage vorgetäuscht wie beispielsweise ein schwerer Verkehrsunfall oder eine Notoperation und der dringende Bedarf einer Geldüberweisung - etwa, um eine Haftstrafe abzuwenden oder eine lebensrettende Behandlung zu bezahlen.
So kann man sich schützen:
Sich nicht unter Druck setzen lassen - auch nicht bei vertraut klingenden Stimmen oder bekannten Gesichtern.
Im Zweifel das Gespräch beenden und die betreffende Person über eine bekannte Nummer kontaktieren.
Keine sensiblen Daten, Passwörter oder Zugangsdaten weitergeben.
Kein Geld überweisen, ohne die Angaben unabhängig überprüft zu haben.
Innerhalb der Familie ein Kennwort für Notfälle vereinbaren.
Sparsam mit persönlichen Informationen, Fotos, Videos und Sprachaufnahmen in sozialen Medien umgehen.
Bei Betrugsverdacht Anzeige bei der Polizei erstatten. Das geht auch online unter: https://portal.onlinewache.polizei.de/de/
Polizei setzt auf KI zur Erkennung von Deepfakes:Um den neuen Herausforderungen durch digitale Manipulationen zu begegnen, baut die Polizei Rheinland-Pfalz ihre digitalen Ermittlungsfähigkeiten weiter aus. Mit dem eigens entwickelten KI-basierten "Deepfake Detector" können Bilddatenbestände analysiert und künstlich erstellte Inhalte gezielt erkannt werden. Die Anwendung wurde gemeinsam vom Landeskriminalamt und dem Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik entwickelt und wird vollständig auf polizeieigener Infrastruktur betrieben.
Der KI-basierte "Deepfake Detector" befindet sich zurzeit in der Erprobung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung der Anwendung für einen landesweiten Einsatz
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz vom 15.07.2026 gegen 10:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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