Polizei-News Essen, 02.07.26: Vom Stadthafen zum Schrottplatz - Polizei zieht maroden LKW aus dem Verkehr

Ein Unfall wurde aktuell von der Polizei in Essen gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Oliver Berg

E.-Vogelheim: Gestern Vormittag (1. Juli, gegen 11 Uhr) geriet ein Fahrzeugtransporter (Mercedes Sprinter) an der Hafenstraße/Sulterkamp in den Fokus des Verkehrsdienstes der Polizei Essen: Seine Mängel waren so gravierend, dass am Ende nur noch die Fahrt zum Schrottplatz blieb.

Der in Polen zugelassene Transporter fiel den Beamten vor allem deshalb auf, weil die Schweller an der Fahrerkabine offensichtlich durchgerostet waren. Des Weiteren war die Windschutzscheibe gerissen.

Bei der dann folgenden Kontrolle erkannten die Beamten weitere, erhebliche Durchrostungen am Unterboden des Fahrzeugs. Der 21jährige Fahrer aus Georgien hatte zudem ignoriert, dass diverse Warnlampen im Cockpit rot leuchteten. Diese wiesen unter anderem auf ein defektes Bremssystem hin.

Aufgrund dieser Mängel musste der LKW unter Polizeiaufsicht sofort zur nächsten DEKRA-Station fahren, um dort noch eingehender begutachtet zu werden. Hier wurden rekordverdächtige 58 Mängel festgestellt. Davon wurden 49 als erheblich eingestuft.

Folgende zwei Mängel führten dazu, dass der Transporter als verkehrsunischer eingestuft wurde: Die Bremsscheibe vorne links war derart beschädigt, dass sie fast gebrochen wäre. Die Aufhängung der Kardanwelle (Antrieb des Fahrzeuges) war ebenfalls durchrostet und hätte jederzeit abbrechen können (siehe Foto).

Fortgesetzt wird die Mängelliste durch weitere Durchrostungen und Undichtigkeiten, am Bremszylinder und weiteren Bauteilen. Der Unterboden des Transporters war offenbar undicht, so dass Öl ausgetreten war (siehe Foto). Auslaufendes Öl kann zur gefährlichen Rutschpartie für nachfolgende Fahrzeuge werden.

Ebenfalls äußerst gefährlich: das scharfkantige Heck. Die Auffahrrampe war gebrochen und nur mit Gurt befestigt (siehe Foto). Ein vorbeilaufender Fußgänger hätte sich böse Verletzungen in Beinhöhe zuziehen können.

Der Transporter war offensichtlich so marode, dass der Fahrer ihn im Beisein der Beamten zum nahegelegenen Schrottplatz fuhr. Wie der Fahrer seinen Heimweg nach Georgien antrat, ist nicht bekannt. Dies war aber nicht einzige Konsequenz.

Gegen ihn wurde eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige geschrieben. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 Euro erhoben, da auch Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz erkannt wurden. Die Kosten für das DEKRA-Gutachten muss er ebenfalls tragen.

Der Verkehrsdienst der Polizei kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der Vorschriften im gewerblichen Verkehr, um so mehr Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Vor allem der technische Zustand der Fahrzeuge, die Ladungssicherung und die Qualifikation der Fahrer sowie die Einhaltung ihrer Lenk- und Ruhezeiten, werden bei diesen durchaus zeitintensiven Kontrollen

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Essen vom 02.07.2026 gegen 13:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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