Polizei-News Greifswald, 30.06.26: 45-Jähriger wird Opfer von Love Scamming

Ein Fall von Cyberkriminalität wurde aktuell von der Polizei in Greifswald gemeldet. Was ist heute passiert?

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Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Armin Weigel

Ein 45-jähriger Deutscher erstattete im Polizeihauptrevier Greifswald Anzeige, nachdem er offenbar Opfer eines sogenannten Love-Scamming-Betrugs geworden war.

Der Mann wollte über eine Dating-Plattform eine neue Partnerin kennenlernen. Die Kontaktaufnahme erfolgte über die Social-Media-Plattform TikTok. Dort geriet er an eine vermeintliche Managerin, die ihn an weitere angebliche Mitarbeiter verwies. Die weitere Kommunikation fand anschließend ausschließlich über den Messenger-Dienst Telegram statt.

Im Verlauf des Kontakts wurde der 45-Jährige wiederholt aufgefordert, verschiedene Gebühren zu entrichten. Zunächst handelte es sich um kleinere Geldbeträge, die sich im weiteren Verlauf erheblich steigerten. Nach Angaben des Geschädigten wurde ihm immer wieder vermittelt, dass an seiner Vertrauenswürdigkeit gezweifelt werde und deshalb weitere Zahlungen erforderlich seien. Insgesamt überwies der Mann rund 45.000 Euro.

Als der Geschädigte schließlich die Rückzahlung seines Geldes verlangte, wurde ihm mitgeteilt, dass er zunächst ein weiteres Konto eröffnen und nochmals 15.000 Euro einzahlen müsse. Erst danach solle ihm der gesamte Betrag ausgezahlt werden. Da der Mann über keine weiteren Ersparnisse verfügte und bei seiner Hausbank einen Kredit aufnehmen wollte, wurde der Betrugsverdacht erkannt. Daraufhin erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs aufgenommen.

Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche des Love Scammings. Betrüger bauen über soziale Netzwerke oder Dating-Plattformen gezielt Vertrauen zu ihren Opfern auf und nutzen die entstandene emotionale Bindung aus, um Geld zu erlangen. Häufig werden finanzielle Forderungen mit angeblichen Gebühren, Notlagen oder Versprechen hoher Auszahlungen begründet.

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Internetbekanntschaften frühzeitig Geld oder finanzielle Unterstützung verlangen.
  • Leisten Sie keine Zahlungen an Personen, die Sie ausschließlich online kennen.
  • Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, wenn Sie zu Geldzahlungen aufgefordert werden.
  • Wenden Sie sich im Zweifel frühzeitig an die Polizei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 30.06.2026 gegen 14:18 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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