Polizei-News Espelkamp, 24.06.26: Schockanrufer schädigt Espelkamper
Die Polizei informiert über einen aktuellen Verkehrsunfall in Espelkamp. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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SN) Nachdem mehrere Personen bereits in der vergangenen Woche durch betrügerische Schockanrufe geschädigt wurden, haben Kriminelle nun auch in Espelkamp einen Mann geschädigt. Dies geschah offenbar erneut gezielt in russischer Sprache.
So meldete sich am Dienstagmittag eine Anruferin auf dem Festnetz eines Espelkampers und gab auf russisch vor, seine Tochter zu sein. Dabei berichtete die Betrügerin, einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, bei dem eine andere Person lebensgefährlich verletzt worden sei. Anschließend übergab die Unbekannte das Gespräch an eine angebliche Polizistin, die im Rahmen des Schockanrufes eine fünfstellige Bargeldsumme als Kaution forderte, um weitere Konsequenzen zu vermeiden.
In der Folge übergab der Mann einem unbekannten, ebenfalls russischsprechenden Unbekannten Bargeld. Der Abholer dürfte den Angaben des Geschädigten zufolge zwischen 27 bis 30 Jahre alt und 180 cm groß sein. Zudem habe der Mann ein schmales Gesicht, einen Bart und dunkle Haare gehabt.
Wem rund um die Greifswalder Straße zwischen 12:50 und 14:30 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen sind, der wird gebeten, unter Telefon (0571) 88660 Kontakt zur Polizei aufzunehmen.
Generell gilt: Als Schockanruf versteht man eine perfide Form des Telefonbetrugs, bei der Kriminelle oftmals ältere Menschen anrufen, emotional massiv unter Druck setzen und Panik erzeugen. Die Betrüger geben sich als Angehörige in einer Notsituation, Polizisten oder Staatsanwälte aus und fordern hohe Geldsummen, um eine angebliche Haftstrafe oder medizinische Notlage abzuwenden
Die Ermittler warnen dringend davor, Fremden Auskünfte zu Wohn- und Eigentumsverhältnissen zu geben, Zutritt in die privaten Räumlichkeiten zu gewähren oder gar Wertgegenstände auszuhändigen. Wenn Anrufer sich als Polizei, Staatsanwaltschaft oder andere Behörden ausgeben und Wertgegenstände oder Geld fordern, handelt es sich immer um Betrug.
Betroffene sollten umgehend das Telefonat durch eigenes Auflegen beenden. Kam es bereits zu einer Schädigung, wählen Sie bitte den Polizeinotruf 110. Außerdem appellieren die Beamten, älteren Angehörigen regelmäßig von den Betrugsmaschen zu berichten und sie zu diesen zu sensibilisieren.
Zudem weist die Polizei auf folgende Präventionshinweise des Landeskriminalamtes NRW in russischer Sprache hin: https://minden-luebbecke.polizei.nrw/sites/default/files/2026-04/2026_02_24_Flyer_Praeventionshinweis_Schockanrufe_deutsch_russ.pdf
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Minden-Lübbecke vom 24.06.2026 gegen 12:43 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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