Polizei-News Gummersbach, 21.06.26: Betrüger mit Schockanruf erfolgreich

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall in Gummersbach. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marcus Brandt

Dreiste Betrüger haben am Freitag (19. Juni) einen 82-jährigen Gummersbacher um Geld und Gold gebracht. Der Senior erhielt gegen 15:30 Uhr einen Anruf von einem Mann, der sich am Telefon als Polizeibeamter aus Gummersbach ausgab. Er berichtete, dass die Tochter des 82-Jährigen, bei einem Verkehrsunfall eine andere Person tödlich verletzt habe und sich nun in Untersuchungshaft befinde. Für die Freilassung werde jetzt Geld benötigt. Der 82-Jährige bot für die Freilassung seiner Tochter einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag sowie Goldbarren an. Kurz darauf wurde das Gespräch beendet. Gegen 18:30 Uhr erschien dann ein angeblicher Polizeibeamter an der Anschrift des Seniors; Geld und Gold wurden übergeben und der Abholer entfernte sich.

Aufgrund einer Sehbeeinträchtigung war es dem Senior nur schwer möglich, den Betrüger zu beschreiben. Der Abholer war jung (ca. 18-20 Jahre alt) und trug grüne Kleidung.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 3 unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder unter der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.

Mit einem Schockanruf setzten die Betrüger, die sich ohnehin in einer emotionalen Ausnahmesituation befindlichen, meist älteren Personen unter Druck. In den Anrufen geben sich die Betrüger als Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Richter aus und behaupten beispielsweise, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem jemand verletzt oder sogar getötet wurde. Um eine bevorstehende Haft zu verhindern, fordern sie die angerufene Person auf, einen Geldbetrag oder Schmuck/Edelmetall zu zahlen bzw. zu übergeben.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche und rät:

  • Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, in denen Geldforderungen gestellt werden, insbesondere wenn die Anrufer Druck ausüben oder eine emotionale Notlage ausnutzen.
  • Beenden Sie das Telefonat und informieren Sie sofort die Polizei über die 110.
  • Versuchen Sie, die betreffende Person selbst zu erreichen, um die Angaben zu überprüfen.
  • Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Oberbergischer vom 21.06.2026 gegen 12:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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