Polizeifahndung Wiesbaden, 10.06.26: Ermittlungsbehörden gehen in koordinierter Aktion gegen internationales Rauschgiftnetzwerk vor

Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Wiesbaden gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über eine aktuelle Fahndung (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck

Sicherstellung von Beweismitteln in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bulgarien bei gemeinsamen Maßnahmen der Staatsanwaltschaft Duisburg mit Bundeskriminalamt, Polizei Nordrhein-Westfalen, Zoll und Steuerfahndung

In einer koordinierten Aktion sind Ermittlungsbehörden am Dienstag, 09.06.2026, gemeinsam gegen ein international agierendes Netzwerk des organisierten Rauschgifthandels vorgegangen. Die Staatsanwaltschaft Duisburg vollstreckte gemeinsam mit dem BKA und mit Unterstützung der Polizei Nordrhein-Westfalen (NRW), der Steuerfahndung NRW sowie in enger Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Varna (Bulgarien) an insgesamt 15 Objekten richterliche Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Duisburgs. Die Maßnahmen fanden zeitgleich in NRW, Hessen und Bulgarien statt. Im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahmen wurden umfangreiches Beweismaterial, darunter eine scharfe Schusswaffe, ca. 20.000,- Euro Bargeld und eine erhebliche Menge an Betäubungsmitteln aufgefunden und sichergestellt. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an.

Im Zuge der Maßnahmen wurde einer der Hauptbeschuldigten vorläufig festgenommen. Gegen ihn besteht der dringende Tatverdacht u.a. des bewaffneten Handeltreibens mit Cannabis und des gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Cannabis jeweils in nicht geringer Menge. Er wird heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dinslaken vorgeführt, der über die Anordnung der Untersuchungshaft entscheidet.

Die Ermittlungen richten sich gegen ein Netzwerk aus elf Beschuldigten verschiedener Nationalitäten im Alter zwischen 26 und 63 Jahren. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, ein Firmennetzwerk aufgebaut und betrieben zu haben, um darüber erhebliche Mengen an Rauschgift aus Südamerika und Thailand auf dem See- und Luftweg illegal nach Deutschland einzuführen. Im Zuge der bisherigen Ermittlungen konnte bereits eine Lieferung von 140 Kilogramm Marihuana sichergestellt werden.Zudem steht das Netzwerk im Verdacht, mehrere Millionen Euro bislang ungeklärter Herkunft ins Ausland transferiert zu haben.

Die Ermittlungen werden wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Cannabis in nicht geringer Menge, der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung im besonders schweren Fall geführt.

Der Fall verdeutlicht exemplarisch die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit krimineller Gruppierungen im Bereich der Organisierten Rauschgiftkriminalität. Sie reagieren fortlaufend auf polizeiliche Maßnahmen. Dabei missbrauchen sie legale Strukturen und passen Einfuhrwege und Transportmodi an, um sich dem Zugriff nationaler Behörden zu entziehen.

Für Fragen zu dem Ermittlungsverfahren und den erfolgten Maßnahmen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Duisburg unter +49 203 9938 832 oder Pressestelle@sta-duisburg.nrw.de.

Die Ermittlungen und der Einsatz erfolgten in enger Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Eingreifreserve-, der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main sowie dem Gemeinsamen Finanzermittlungszentrum von Justiz, Polizei und Finanzbehörden (Hessen), die in einem gesonderten Verfahren umfangreiche Ermittlungen gegen eine parallel agierende Tätergruppierung mit Schwerpunkt in Hessen führen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Bundeskriminalamt vom 10.06.2026 gegen 10:01 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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