Polizei-News Greifswald, 01.06.26: Erneuter Fall von Love Scamming - 74-Jährige verliert 226.000 Euro an Online-Liebesbetrüger
Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Greifswald gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr wurde der Polizei am gestrigen Sonntag, 31. Mai 2026, ein Fall von so genanntem "Love Scamming" gemeldet.
Bei dieser modernen Betrugsmasche nehmen die Täter meist über soziale Netzwerke oder Partnerbörsen Kontakt zu alleinstehenden Personen auf und versuchen, eine oftmals romantische Beziehung aufzubauen. Ziel dieser Betrüger ist es, durch das Vortäuschen von freundschaftlichen oder romantischen Gefühlen die andere Person emotional so zu beeinflussen, dass sie schließlich Geld überweist. Sobald der Betrug auffliegt oder die Zahlungen ausbleiben, wird der Kontakt von den Tätern abgebrochen.
So erging es nun auch einer 74-Jährigen Deutschen aus dem Greifswalder Umland. Ein bislang unbekannter Tatverdächtiger kontaktierte die Frau erstmals im Dezember letzten Jahres über ein soziales Netzwerk. Im Laufe der Zeit entwickelte sich zwischen den beiden ein intensiver schriftlicher Austausch, der bis Mitte Mai 2026 andauerte. Bereits nach einem Monat bat er sie um Geld. Dieses benötigte er immer wieder für andere Vorhaben, unter anderem zum Aufladen seines Telefonguthabens, da er sich im Ausland befände. Die Geschädigte sendete daraufhin Bargeld per Post oder kaufte für den Betrüger mehrfach Guthabenkarten eines großen Elektronikherstellers.Insgesamt entstand der Frau ein finanzieller Schaden von über 226.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.
Grundsätzlich rät die Polizei:
Überweisen Sie Personen, die Sie nicht persönlich kennen oder gesehen haben kein Geld.
Gehen Sie nicht auf potentielle Forderungen ein.
Wenn Sie online um Geld gebeten werden, seien Sie misstrauisch und hinterfragen Sie die Forderung kritisch.
Vertrauen Sie sich Familienangehörigen oder Freunden an.
Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei.
Sollten Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sein, empfehlen wir Ihnen, alle Chatverläufe, E-Mails und Ähnliches zu sichern und bei der Polizei Anzeige zu erstatten.
Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 01.06.2026 gegen 14:03 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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