Polizei-News Leezen, 19.05.26: Gefahrgutaustritt auf Betriebsgelände

Ein Feuerwehreinsatz wurde aktuell von der Polizei in Leezen gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Feuerwehr für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Jennewein Photo

Am gestrigen Montagabend, dem 18.05.2026 um 22:16 Uhr alarmierte die Kooperative Regionalleitstelle West in Elmshorn die Freiwillige Feuerwehr aus Leezen mit dem Einsatzstichwort "FEU BMA" (Feuer, Meldung über eine Brandmeldeanlage) zu einem Betriebsgelände für Milch- und Molkeprodukte nach Leezen.

Im Rahmen der Erkundung stellten die Einsatzkräfte vor Ort fest, dass zwei Rauchmelder ausgelöst haben sowie eine leicht verfärbte Verrauchung in einem 50 Quadratmeter großem Raum.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse wurde um 22:52 Uhr das Einsatzstichwort auf "TH X" (Technische Hilfeleistung mit Gefahrstoffen) erhöht und der ABC-Zug des Kreis Segeberg zur Einsatzstelle nachalarmiert.

Durch die Einsatzkräfte des ABC-Zug wurde zuerst ein sogenannter Dekon-Platz der Stufe 2 (Standard-Dekontamination) aufgebaut, die Wetterdaten bis in den Morgen angefordert und anschließend ein Trupp unter schwerem Atemschutz und mit leichten Chemikalienschutzanzügen zur weiteren Erkundung eingesetzt. Ein Abstrich mittels pH-Papier auf einem Feuerwehrhelm des Erkundungstrupp zeigte nach dieser Erkundung einen Wert von Zwei- Drei.Zur Info: pH-Indikatorpapier (auch pH-Testpapier) ist ein mit speziellen Farbstoffen getränktes Papier, das den pH-Wert einer Flüssigkeit anzeigt. Es verfärbt sich bei Kontakt mit der Lösung. Der genaue pH-Wert wird durch den Abgleich dieser Verfärbung mit einer mitgelieferten Farbskala bestimmt. pH Eins bis Sechs (Sauer): Die Farbe des Papiers zeigte hier einen Rot- oder Orangeton.

Infolge des Erkundungsergebnis wurde ein Trupp mit schweren Chemikalienschutzanzügen in den betroffenen Raum geschickt, um die Austrittsstelle ausfindig zu machen und um ggf. ein weiteres Ausbreiten zu verhindern. Hierzu wurden neben pH-Indikatorpapier auch eine Wärmebildkamera sowie Gasmessgeräte eingesetzt.In Bodennähe konnte hier ein pH Wert von Eins festgestellt werden.

Aufgrund der vorgefundenen Lage sowie dem Messergebnis bestätigte sich der Verdacht, dass es sich bei dem ausgetretenen Stoff um einen Gefahrstoff handelt, welcher im Betrieb täglich und routinemäßig eingesetzt wird und jetzt aus bisher ungeklärten Gründen ausgegast ist.

Nach Rücksprache zwischen der Einsatzleitung sowie einem fachkundigen Mitarbeiter der Firma wurde um 03:40 Uhr wurde mit den Rückbaumaßnahmen an der Einsatzstelle begonnen. Der betroffene Raum wurde gegen unbefugtes Betreten gesichert und die Einsatzstelle übergeben. Dieser beauftragt eine Fachfirma zur weiteren und endgültigen Beseitigung des Stoffes.

Für die Menschen, Tiere und die Umwelt bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.

Seitens der Feuerwehr können keine Angaben zur Schadenhöhe, genauem Stoff oder Ursache sowie zu dem Betrieb gemacht werden.

In Spitzenzeiten waren ca. 65 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst vor Ort.

Eingesetzte Kräfte:

Freiwillige

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Kreisfeuerwehrverband Segeberg vom 19.05.2026 gegen 10:58 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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