Polizei-News Dresden, 07.05.26: Zoll überprüft Paketdienstleister bei bundesweiter Schwerpunktprüfung

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall in Dresden von heute (Do), dem 07.05.26. Alle bekannten Details zum Fall.

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Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Sina Schuldt

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls ging am Mittwoch, den 6. Mai 2026, im gesamten Bundesgebiet im Rahmen einer verdachtsunabhängigen Schwerpunktprüfung verstärkt gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Kurier-, Express- und Paketbranche vor. Im Fokus standen dabei alle Tätigkeiten der Branche, wie das Sammeln, Transportieren und Umschlagen sowie die Zustellung von (Paket-) Sendungen aller Art.Im Rahmen dieser bundesweiten Maßnahme waren im Bezirk des Hauptzollamtes Dresden 100 Beschäftigte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Einsatz. Die Zöllnerinnen und Zöllner befragten rund 400 Personen von 52 Arbeitgebern zu ihren Beschäftigungsverhältnissen.Besonderes Augenmerk galt insbesondere der Einhaltung der geltenden Mindestlohnvorschriften, der Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie der illegalen Beschäftigung von Ausländern.Aus den Befragungen resultierten insgesamt 60 Verdachtsmomente, die weitere Prüfungen nach sich ziehen werden. Darunter fallen zum Beispiel Verstöße gegenMindestlohnvorschriften (12),Beitragsvorenthaltungen bzw. Leistungsmissbrauch und Betrug (4),Sofortmeldeverstöße (30),sowie Verstöße gegen aufenthaltsrechtliche Vorschriften (14).Die Auswertungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit dauern an.

Zusatzinformation:

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit stellt immer wieder fest, dass Überstunden sowie die Zeiten für die Beladung der Fahrzeuge oder die Fahrten zwischen den Paketzentren und dem ersten Zustellort nicht entlohnt werden. Ebenfalls zu beobachten ist der Einsatz von Subunternehmen, u.a. mit dem Ziel, Sozialversicherungsbeiträge vorzuenthalten bzw. zu veruntreuen und Steuern zu hinterziehen. Die Beschäftigten stammen oftmals aus EU-Mitgliedstaaten, zunehmend aber auch aus Drittstaaten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Dresden vom 07.05.2026 gegen 11:53 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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