Polizei-News Bad Kreuznach, 10.04.26: Verkehrsunfallbilanz der Polizeiinspektion Bad Kreuznach für das Jahr
Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Bad Kreuznach gemeldet. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Der nachfolgende Jahresbericht zur Verkehrsunfallbilanz umfasst die wesentlichen Entwicklungen im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen im Jahr 2025 im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion (PI) Bad Kreuznach.
Das Dienstgebiet der PI Bad Kreuznach umfasst die große, kreisangehörige Stadt Bad Kreuznach sowie die Verbandsgemeinden Bad Kreuznach Land, Langenlonsheim-Stromberg und Rüdesheim. Es erstreckt sich auf ca. 471 km² mit ca. 120.000 Einwohnern. Mit den Bundesstraßen 41, 48, 420 und 428 liegen auch mehrere hoch frequentierte Hauptverkehrsstraßen sowie einige Landstraßen in ihrem Zuständigkeitsbereich.
Im Jahr 2025 ereigneten sich im Dienstgebiet der PI Bad Kreuznach insgesamt 3111 Verkehrsunfälle. Im Vorjahr lag der Wert leicht erhöht bei 3243 Verkehrsunfällen (- 4,1 %).
Innerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten sich 2190 Verkehrsunfälle, außerhalb geschlossener Ortschaft 921 Verkehrsunfälle (Vorjahr: 2286 Verkehrsunfälle i. g. O; 957 Verkehrsunfälle a. g. O.). Einzelne Unfallhäufungsstellen wurden durch die Unfallkommission identifiziert und entsprechende Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit getroffen bzw. beibehalten.
Die Hauptunfallursachen lagen wie bereits in den Vorjahren im Bereich von "Ungenügendem Sicherheitsabstand" (17,52 %), gefolgt von "Fehlern beim Wenden oder Rückwärtsfahren" (14,28 %). Auch eine zu hohe beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit (4,82 %) und "Vorfahrtsmissachtungen" (5,66 %) gehören zu den häufigsten Unfallursachen. Ein technischer Defekt an Fahrzeug ist dagegen in den seltensten Fällen (unter 0,1 %) eine Unfallursache, so dass die meisten Verkehrsunfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen sind.
Verkehrsunfälle mit verletzten Personen
Bei 2771 Verkehrsunfällen blieb es im Jahr 2025 glücklicherweise bei einem Sachschaden. Zu einem Personenschaden kam es bei 340 Verkehrsunfällen. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine leichte Steigerung um + 4,6 % dar.
Bei den 340 Verkehrsunfällen mit Personenschäden wurden insgesamt 403 Personen verletzt (Vorjahr: 394 verletzte Personen). Bei 354 Personen blieb es zum Glück bei leichten Verletzungen (Vorjahr: 275 verletzte Personen). Zu schweren Verletzungen infolge von Verkehrsunfällen kam es lediglich bei 46 Personen (Vorjahr: 49 verletzte Personen).
Bei Verkehrsunfällen mit tödlichen Folgen verstarben bedauerlicherweise drei Personen (Vorjahr: eine verstorbene Person).
Die Hauptunfallursache bei den Verkehrsunfällen mit schweren Verletzungen und tödlichem Ausgang ist weiterhin eine nicht angepasste Geschwindigkeit.
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
Bei 726 Verkehrsunfällen entfernten sich die Unfallverursachenden unerlaubt vom Unfallort. In 52,2% der Fälle konnten die Unfallverursachenden durch die Polizei ermittelt werden (Vorjahr: 51,2%).
Auch wenn ein Großteil dieser Verkehrsunfälle lediglich Sachschäden zur Folge hatten, stellt das Unerlaubte Entfernen vom Unfallort kein Kavaliersdelikt dar und kann nach § 142 StGB mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden. Auch ein Entzug der Fahrerlaubnis kann eine Folge sein.
Vermeidbar bleibt dies, wenn man den Unfall der Polizei und im weiteren Verlauf seiner KFZ-Versicherung meldet, damit niemand auf seinem Schaden "sitzen" bleibt.
Die Polizei ist zur Ermittlung der flüchtigen Unfallverursachenden weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen und wird entsprechende Verkehrsunfälle auch zukünftig mit Pressemeldungen begleiten.
Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen
Bei insgesamt 56 Verkehrsunfällen konnte ein Zusammenhang mit dem Konsum von alkoholischen Getränken und / oder Betäubungsmitteln festgestellt werden (Gesamtanzahl Vorjahr: 59). Auch in diesem Deliktsbereich ist mit empfindlichen Strafen und einem Entzug der Fahrerlaubnis zu rechnen.
Relevante Risikogruppen
Unter Beteiligung der Risikogruppe der ,,Jungen Fahrenden'' (18 bis 24-Jährige) konnten 551 Verkehrsunfälle registriert werden. Im Vergleich zum Vorjahr mit 579 Verkehrsunfälle stellt dies einen Rückgang der Verkehrsunfälle dar.
Bei der Risikogruppe der ,,Senioren'' (über 65 Jahre) waren es im Jahr 2025 insgesamt 663 Verkehrsunfälle und damit weniger als im Vorjahr (730).
Die PI Bad Kreuznach trifft in Abhängigkeit von der Entwicklung der Verkehrsunfalllage und auch in Bezug auf die relevanten Risikogruppen angepasste Maßnahmen zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen, um das hohe Sicherheitsniveau im Straßenverkehr auch weiterhin aufrecht zu erhalten.
Neben stationären und mobilen Verkehrskontrollen sowie Geschwindigkeitsüberwachungen gehören hierzu auch verkehrserzieherische Maßnahmen, bspw. durch präventive Veranstaltungen der Jugendverkehrsschule, des Gemeinsamen Sachgebietes Jugend und des Wechselschichtdienstes. Hervorzuheben ist hier die Zusammenarbeit mit den regionalen Schulen, insbesondere im Bereich der Drogenprävention und im Zusammenhang mit der Risikogruppe der ,,Jungen Fahrenden''.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Bad vom 10.04.2026 gegen 10:57 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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