Polizei-News Mainz, 30.03.26: Wenn der Notruf ausfällt - Landeshauptstadt Mainz richtet Notfallmeldestellen ein

Die Polizei informiert über einen aktuellen Feuerwehreinsatz in Mainz. Was ist heute passiert?

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Feuerwehr für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Jennewein Photo

Insgesamt 39 mobile und stationäre Notfallmeldestellen sind im Stadtgebiet vorgeplant. Diese können gleichzeitig in Betrieb genommen und besetzt werden und gewährleisten, dass sich maximal in einem Umkreis von einem Kilometer eine Anlaufstelle befindet, an der weiterhin Notrufe abgesetzt werden können.

Die Standorte wurden bewusst so gewählt, dass sie für die Bevölkerung leicht auffindbar sind, darunter Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren, Rettungswachen, Polizeidienststellen sowie vereinzelt bekannte öffentliche Orte, wie Supermärkte oder Apotheken. Die Notfallmeldestellen sind entsprechend gekennzeichnet und ausgestattet. Sie dienen dazu, Notfallmeldungen aufzunehmen und über Funk an die Leitstellen weiterzuleiten, falls Telefon- und Mobilfunknetze ausfallen. "Mit den Notfallmeldestellen schaffen wir für die Mainzer und Mainzerinnen eine verlässliche Struktur in außergewöhnlichen Lagen. Unser Ziel ist es, die Erreichbarkeit von Hilfe auch unter schwierigen Bedingungen sicherzustellen", erklärt Oberbürgermeister Nino Haase.

Wichtig ist dabei die klare Abgrenzung der Funktion: Die Notfallmeldestellen dienen ausschließlich der Aufnahme und Weiterleitung von Notrufen.

"Die Notfallmeldestellen sind keine Versorgungsstellen. Sie dienen nicht dazu, die Bevölkerung beispielsweise mit Strom oder anderen Ressourcen zu versorgen, sondern ausschließlich der Sicherstellung der Notrufabgabe", betont Stefan Behrendt, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur.

Die Eigenvorsorge spielt in solchen Lagen eine wichtige Rolle. "Haushalte, die sich im Notfall für mindestens 72 Stunden selbst versorgen können, sind eine große Entlastung für alle Beteiligten", betont Behrendt. "So können sich Einsatzkräfte gezielt um Menschen kümmern, die auf unmittelbare Hilfe angewiesen sind, und gleichzeitig wichtige Infrastrukturen schneller wiederherstellen."

Zur grundlegenden Vorsorge zählen unter anderem ausreichend Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, notwendige Medikamente sowie ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio, das im Idealfall auch als Ladegerät für das Mobiltelefon genutzt werden kann. Weiterführende Informationen stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bereit: https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html

Die Umsetzung der Notfallmeldestellen erfolgt in enger Zusammenarbeit verschiedener Organisationen, darunter Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und weitere Behörden. Die Ausstattung umfasst unter anderem Funkgeräte, Ersatzakkus sowie standardisierte Meldeformulare.

Mit dem Konzept reagiert die Stadt Mainz auf mögliche Szenarien wie großflächige Stromausfälle oder Störungen der Kommunikationsnetze und stärkt gezielt ihre Krisenresilienz.

Die Notfallmeldestellen werden im Bedarfsfall entsprechend gekennzeichnet und ausgestattet.

Ziel des Konzepts ist es, auch unter außergewöhnlichen Bedingungen eine schnelle und strukturierte Notfallkommunikation sicherzustellen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Feuerwehr Mainz vom 30.03.2026 gegen 16:41 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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