Polizei-News Oldenburg, 11.03.26: Zoll überprüft das Baugewerbe - bundesweite Schwerpunktprüfung

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall in Oldenburg von heute (Mi), dem 11.03.26. Was ist heute passiert?

Erstellt von - Uhr

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Christian Charisius

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls (FKS) hat gestern bundesweit eine konzertierte, risikoorientierte Schwerpunktprüfung gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der Baubranche durchgeführt.Das Hauptzollamt Oldenburg beteiligte sich mit 51 Zöllnerinnen und Zöllnern seiner Standorte in Emden und Oldenburg an dieser Maßnahme, um zu überprüfen, ob Arbeitgeber ihre Beschäftigten ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet haben, ob Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden oder wurden, ob Ausländer die für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderlichen Arbeitsgenehmigungen bzw. Aufenthaltstitel haben und ob die Mindestlöhne eingehalten werden.Geprüft wurden dabei mehrere Baustellen im Stadtbezirk Oldenburg sowie im Landkreis Aurich.Die Einsatzkräfte befragten insgesamt 44 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen und begannen in zwei Fällen mit der Prüfung von Geschäftsunterlagen.Im Rahmen der Prüfungen ergaben sich Anhaltspunkte, dass in 35 Fällen erste Verdachtsmomente bestehen, die auf Schwarzarbeit schließen lassen. Fälle von Beitragsvorenthaltung, Leistungsmissbrauch, Mindestlohnverstöße und auch illegale Ausländerbeschäftigung müssen nun durch den Zoll weiter ausermittelt werden, um zu klären, ob in diesen Fällen Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet werden müssen.Der Zoll legt bei seiner Aufgabenwahrnehmung nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) aufgrund der volkswirtschaftlichen Bedeutung einen besonderen Fokus auf das Baugewerbe. Die FKS hat im Jahr 2025 im Bauhaupt- und Baunebengewerbe inklusive der Branchen des Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer-, Maler- und Lackiererhandwerks sowie des Steinmetz- und Steinbildhauergewerbes bundesweit über 10.000 Strafverfahren und knapp 7.900 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Rund 60 Prozent der im Jahr 2025 durch die FKS festgestellten Schadenssumme sind auf die Baubranche zurückzuführen (alle Jahresergebnisse der FKS: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit/Bekaempfung-der-Schwarzarbeit-und-illegalen-Beschaeftigung/Statistikveroeffentlichung/statistikveroeffentlichung_node.html#vt-sprg-4)

Zusatzinformation

Die FKS führt regelmäßig bundesweite Schwerpunkt- und Sonderprüfungen auf Basis des risikoorientierten Prüfungsansatzes durch. Diese konzertierten Prüfungen sind ein wichtiges Instrument zur Senkung der gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung und tragen zusätzlich zur flächendeckenden Aufdeckung und Ahndung von Verstößen bei.Im Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer- sowie Maler- und Lackiererhandwerk gelten branchenspezifische Mindestlöhne. In allen anderen Branchen des Baugewerbes gilt der allgemeine gesetzliche Mindestlohn, der seit dem 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde beträgt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Oldenburg vom 11.03.2026 gegen 14:52 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere Meldungen aus der Region und Deutschland finden Sie außerdem in unserem Polizeiticker .

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.