Polizei-News Karlsruhe, 27.02.26: Prävention aktuell - Die Polizei Karlsruhe informiert zum Thema Betrug im Internet - Reisen sicher online buchen

Ein Fall von Betrug wurde aktuell von der Polizei in Karlsruhe gemeldet. Was ist heute passiert?

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Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Bernd Wüstneck

Mit Blick auf die bevorstehende Urlaubssaison steigt bei vielen Menschen die Vorfreude auf Sonne, Wärme und Meer. Entsprechend groß ist das Interesse an Angeboten für Pauschalreisen, Cluburlauben oder Ferienhäusern. Reiseveranstalter werben mit Frühbucherrabatten, Reiseportale sowie Preisvergleichsseiten bieten eine Vielzahl von Angeboten. Die Preise ändern sich häufig innerhalb kurzer Zeit und attraktive Unterkünfte sind schnell vergriffen. Der entstehende Zeitdruck verleitet zu vorschnellen Buchungen. Ob ein Angebot seriös ist, lässt sich jedoch nicht immer auf den ersten Blick erkennen.

Kriminelle nutzen diese Situation gezielt aus. Sie inserieren häufig Ferienimmobilien in beliebten Urlaubsorten, die tatsächlich nicht existieren. Nach der Buchung fordern sie die vollständige Zahlung im Voraus. Bei der Anreise stehen Geschädigte vor verschlossenen Türen - ohne Unterkunft und ohne Ansprechpartner. Das überwiesene Geld ist in vielen Fällen verloren.

Um sich vor Betrug zu schützen, sollten Sie bei der Online-Buchung folgende Hinweise berücksichtigen:

Auffällig niedriger Preis:

Liegt der Preis deutlich unter dem ortsüblichen Niveau vergleichbarer Unterkünfte, ist Vorsicht geboten. Vergleichen Sie Angebote am gleichen Ort und im selben Zeitraum.

Fehlendes oder widersprüchliches Impressum:

Fehlen Angaben zu Firmensitz, Steuernummer oder zur verantwortlichen Person, sollten Sie von einer Buchung Abstand nehmen. Überprüfen Sie die hinterlegten Daten über eine Suchmaschine, da Impressumsangaben auch gefälscht sein können.

Gefälschte Bilder:

Fotos der Unterkunft oder der Umgebung können kopiert oder mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt sein. Eine umgekehrte Bildersuche kann Hinweise auf Mehrfachverwendungen liefern.

Erreichbarkeit prüfen:

Wenn die Kommunikation nur über E-Mail oder Messenger erfolgt und keine gültige Telefonnummer hinterlegt ist, spricht dies gegen die Seriosität.

Sichere Zahlungswege wählen:

Besteht der Anbieter ausschließlich auf Vorkasse per Überweisung oder Bargeldtransferdienste, ist Vorsicht geboten. Nutzen Sie gesicherte Zahlungsarten wie Lastschrift oder Kreditkarte, die im Ernstfall Rückbuchungen ermöglichen.

Verschlüsselte Verbindung nutzen:

Geben Sie persönliche Daten nur über eine gesicherte Internetverbindung (https in der Eingabezeile) ein.

Umgang mit Ausweiskopien:

Prüfen Sie kritisch, ob die Übermittlung von Ausweiskopien oder sensiblen Bankdaten tatsächlich erforderlich ist. Kriminelle nutzen diese Daten häufig für weitere Straftaten unter Ihrem Namen.

Wer einen Betrug vermutet oder bereits geschädigt wurde, sollte umgehend den Betreiber des Buchungsportals informieren, die Bank oder den Zahlungsdienstleister für eine mögliche Rückholung kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Weitere Informationen zum Thema Betrug im Internet finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Karlsruhe vom 27.02.2026 gegen 10:15 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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