Polizei-News Neumünster, 24.02.26: Zeugen gesucht nach vollendeten Schockanruf in Neumünster
Die Polizei sucht Zeugen für einen aktuellen Unfall in Neumünster. Haben Sie etwas gesehen?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am 22.02.2026 kam es in den frühen Abendstunden zu einem vollendeten Schockanrufzum Nachteil einer 83 jährigen Geschädigten in Neumünster, die unbekannten Tätererbeuteten hierbei einen mittleren fünfstelligen Betrag.Gegen 17.00 Uhr meldet sich eine männliche Stimme mit unterdrückter Nummer, stelltsich vor als Herr Andreas Böhme und gibt an, die Tochter der Geschädigten sei in einenUnfall verwickelt bei dem eine Frau gestorben und ein Kind verletzt worden sei. DieTochter der Geschädigten sei auch verletzt und im Krankenhaus. Aufgrund ihrerVerletzung am Mund könne sie nicht sprechen. Daraufhin wurde gefordert, dass dieGeschädigte ein Schreiben aufsetzten soll. Dieses solle eine Bürgschaft enthalten und einDank an die Staatsanwaltschaft für die gute Mitarbeit. Die Geschädigte hat allesunterschrieben. Zunächst wurden gegen 18 Uhr ein mittlerer fünfstelliger Geldbetrag vorder Haustür der Geschädigten übergeben. Das Telefonat lief die gesamte Zeit weiter.Anschließend wurde gesagt, das Kind sei nun auch gestorben und man benötige weiteresGeld. Bei der zweiten Übergabe wurden ein mittlerer vierstelliger Betrag übergeben. NachRücksprache mit dem Schwiegersohn der Geschädigten fiel der Betrug auf und es wurdedie Polizei informiert.In zwei Abholphasen ( 18.00 und 21.00 Uhr ) holte ein unbekannter Täter insgesamt einenmittleren fünfstelligen Betrag in bar bei der Geschädigten im Haart in Neumünster ab.Der Abholer konnte wie folgt beschrieben werden :
- männlich
- Anfang 20
- schlank
- westeuropäisches Erscheinungsbild
- ca. 170 cm
- dunkelblond
- kein Bart
- deutschsprachig ohne Akzent
- schwarze Jacke, dunkle Jeans
Die Kriminalpolizei Neumünster sucht jetzt nach Zeugen oder auch Hinweisgebern. Werhat am 22.02.2026 in der Zeit zwischen 16 Uhr und 22 Uhr im Bereich Haart, Noldestraße,Ruthenberg auffällige Beobachtungen im Hinblick auf Personen oder Fahrzeuge gemacht,die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten?Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei in Neumünster unter der Rufnummer 04321-9450.Veranwortlich für diesen Pressetext: Sönke Petersen, Constanze Becker, Philipp Feddersen | Polizeidirektion Neumünster |Alemannenstraße 14 - 18 | 24539 Neumünster | Telefon 04321 945 -2222 |pressestelle.neumuenster.pd@polizei.landsh.deMedieninformationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de3Die Polizei Schleswig-Holstein hat folgende generelle Hinweise im Umgang mitSchockanrufen und ähnlichen Betrugsmaschen: Unbekannte sollten Sie generell nicht in Ihre Wohnung lassen. Lassen Sie sich bei Telefonaten oder anderen Gesprächen nicht unter Drucksetzen. Beenden Sie das Gespräch selbstständig und rufen Sie sofort die Polizeiunter der Nummer 110 an. Anrufer sollten ihren Namen selbst nennen: Raten Sie nicht, wer anruft, sondernfordern Sie Anrufer allgemein dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren familiären oder finanziellenVerhältnissen preis. Daten im Telefonbuch schützen: Überprüfen Sie, ob Ihr vollständiger Name imTelefonbuch oder in Online-Verzeichnissen eingetragen ist. Oft reicht es, denVornamen auf den Anfangsbuchstaben zu kürzen, um sich vor Betrügern zuschützen. Schützen Sie Ihr Profilbild bei Messenger-Diensten: Ihr Profilbild sollte nur fürgespeicherte Kontakte sichtbar sein. Ändern Sie dies in den Einstellungen desMessenger-Dienstes, den Sie nutzen, etwa bei Whatsapp. Falls Sie Zweifel an der Echtheit eines Anrufs haben sollten, zögern Sie nicht, diePolizei zu kontaktieren. Falls Sie Opfer von einem Schockanruf geworden sind,machen Sie sich keine Vorwürfe. Wer Schockanrufe aktuell melden möchte, sollsich unmittelbar an die Polizei vor Ort wenden, um den Vorfall anzuzeigen. Betroffene von betrügerischen Schockanrufen können sich auch anOpferberatungsstellen, wie beispielsweise den "Weißen Ring" wenden. (weisser-ring.de, Tel. 116 006).Tipps im Umgang mit falschen Polizeibeamten: Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertgegenstände wie Schmuck zurangeblichen Sicherung oder Überprüfung. Auch zur Abwendung einer angeblichenHaftstrafe wird kein Geld verlangt. Übergeben Sie niemals Geld an unbekanntePersonen. Fordern Sie von angeblichen Polizisten, den Dienstausweis vorzuzeigen. Rufen Sie schon beim kleinsten Zweifel bei der Behörde an, von der der angeblichePolizeibeamte kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst herausoder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Lassen Sie denBetrüger vor geschlossener Tür warten, wenn er vor dem Haus ist.Wie Sie bei Enkeltrick-Anrufen reagieren können: Vorsicht bei ungewöhnlichen Geldforderungen: Seien Sie misstrauisch, wennvermeintliche Angehörige plötzlich Geld für den Kauf eines Autos oder einerImmobilie benötigen. Auch hier gilt: Gespräch abbrechen und direkt Kontakt zu denAngehörigen aufnehmen. Um Betrüger zu erkennen, können Sie Fragen stellen, die nur Ihre Verwandtenbeantworten können.Um sich und Ihre Angehörigen generell zu schützen: Überprüfen Sie Telefonbücher: Prüfen Sie, ob ein Eintrag in Telefonbüchern oderOnline-Telefondatenbanken wirklich notwendig ist. Kürzen Sie Ihre Vornamen, umes Betrügern schwerer zu machen, gezielt persönliche Informationen zuverwenden. Aufklärung im Umfeld: Sprechen Sie mit älteren Angehörigen, Nachbarn undBekannten über die Betrugsmaschen. Informieren und sensibilisieren Sie sie, umihnen im Ernstfall zu helfen, ruhig zu bleiben und nicht auf die Forderungen derTäter einzugehen.3Bei einem Verdacht auf einen Schockanruf sollten Sie umgehend die örtliche Polizeiinformieren und keinesfalls Geld überweisen oder persönliche Informationen preisgeben.GrußSönke
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Neumünster vom 24.02.2026 gegen 14:31 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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