Polizei-News Pforzheim, 16.02.26: Region Nordschwarzwald - Jahresunfallbilanz
Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Pforzheim gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Verkehrsunfallstatistik 2025 des
Die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Pforzheim zeigt für das Jahr 2025 ein uneinheitliches Bild. Die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle stieg gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,6 %. Demgegenüber stehen jedoch deutliche Zuwächse bei Unfällen mit vulnerablen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern, Radfahrern und Pedelec-Nutzern.Die Polizei reagiert auf diese Entwicklung mit verstärkten Präventions- und Kontrollmaßnahmen. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und die Zahl schwerer Verkehrsunfälle weiter zu senken.
Unfälle mit Personenschaden und Verkehrstote
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden nahm im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Stadtkreis Pforzheim mit plus 20 % aus. In den Landkreisen Calw und Freudenstadt war hingegen ein Rückgang festzustellen. Im Mehrjahresvergleich bewegt sich die Entwicklung weiterhin im Bereich des langfristigen Durchschnitts.Im Jahr 2025 verloren im Präsidiumsbereich 27 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Das sind acht Verkehrstote mehr als im Vorjahr und entspricht einem Anstieg um 42,1 %. Während die Zahl der tödlich Verletzten im Stadtgebiet Pforzheim leicht zurück ging und in den Landkreisen Calw und Freudenstadt unverändert blieb, war im Enzkreis ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Auf dem im Zuständigkeitsbereich liegenden Abschnitt der Autobahn gab es 2025 erfreulicher Weise keine tödlich verletzten Personen.Überdurchschnittlich häufig Opfer von tödlichen Verkehrsunfällen waren ältere Menschen sowie junge Erwachsene. Mehr als die Hälfte der tödlich Verunglückten entfällt auf diese beiden Altersgruppen. Rund zwei Drittel der Getöteten gehörten zudem zur Gruppe der vulnerablen Verkehrsteilnehmer.
Unfallursachen und Hauptfaktoren
Als häufigste Unfallursachen erwiesen sich erneut ungenügender Sicherheitsabstand sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Auf dem zum Präsidium Pforzheim gehörenden Abschnitt der Bundesautobahn 8 stellte mangelnder Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug den dominierenden Faktor dar. Im Stadtkreis Pforzheim waren Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren die häufigste Unfallursache.Auf allen anderen Straßen war bei den tödlichen Verkehrsunfällen in rund einem Viertel der Fälle überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich.
Entwicklung bei Zweirädern und Elektrokleinstfahrzeugen
Die Zahl der Motorradunfälle erhöhte sich leicht um 1,8 %. Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer von drei auf acht Fälle.Die registrierten Fahrradunfälle nahmen um 10,8 % zu. Die Zahl der dabei verletzten Radfahrer stieg um 12,3 %. In etwa sieben von zehn Fällen waren die Radfahrer selbst Hauptverursacher des Unfalls.Auch bei Pedelecs wurde ein Anstieg der Unfallzahlen um 10,5 % festgestellt. Auffällig dabei: Alle tödlich verunglückten Radfahrer waren mit einem Pedelec unterwegs.Unfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) stiegen um 13,3 %, die Zahl der verletzten eKF-Nutzer nahm um 16,1 % zu.
Unfälle mit Kindern
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern erhöhte sich um 7,1 %. Unfälle mit Personenschaden in dieser Altersgruppe stiegen um 12,2 %. Diese Entwicklung wird von der Polizei besonders aufmerksam beobachtet und bildet für 2026 einen Handlungsschwerpunkt.
Alkohol- und drogenbedingte Verkehrsunfälle
Sowohl alkohol- als auch drogenbeeinflusste Verkehrsunfälle nahmen weiter zu. Die Zahl der Alkoholunfälle stieg um 7,3 %, drogenbedingte Unfälle um 9,7 %. Besonders betroffen waren der Enzkreis, der Landkreis Calw sowie die BAB 8.
Prävention und Kontrolle
Die Erhöhung der Verkehrssicherheit bleibt ein zentraler Schwerpunkt des Polizeipräsidiums Pforzheim. Zur Umsetzung der Ziele der Vision Zero werden die Präventions- und Kontrollmaßnahmen im Jahr 2026 weiter intensiviert werden. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer sowie auf der Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, Abstand und Fehlverhalten beim Abbiegen.
Im Bereich der Prävention arbeitet die Polizei weiterhin eng mit Schulen, Kindergärten und weiteren Partnern zusammen, um die Kompetenzen zur Teilnahme am Straßenverkehr frühzeitig zu stärken. Zusätzliche Schwerpunkte bilden Informationsangebote zum sicheren Umgang mit Pedelecs und Elektrokleinstfahrzeugen sowie die Sensibilisierung für die Gefahren von Alkohol- und Drogenfahrten.
Die Polizei Pforzheim wird auch 2026 ihre Aktivitäten zur Verbesserung der Verkehrssicherheit fortsetzen um Unfälle zu vermeiden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Pforzheim vom 16.02.2026 gegen 10:53 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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