Polizei-News Emsdetten, 20.01.26: Emsdetten, Lengerich, Phishing-Mails, zwei Geschädigte , Warnung vor dieser Betrugsmasche

Die Polizei informiert über einen aktuellen Vorfall von Cyberkriminalität in Emsdetten. Was ist bisher bekannt?

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Friso Gentsch

In den vergangenen Tagen sind Betrüger mit sogenannten Phishing-Mails wieder erfolgreich gewesen. Man versteht unter "Phihsing" das unberechtigte "Abfischen" von Passwörtern und Zugangsdaten zu Bankkonten oder Online-Shops sowie von Kreditkartendaten. Täter nutzen manipulierte Webseiten und gefälschte E-Mails, um Opfer zur Preisgabe ihrer persönlichen Daten zu bewegen.

In Lengerich verlor eine Frau einen hohen dreistelligen Eurobetrag. Sie hatte zuvor bei einem Kleinanzeigenportal Ware zum Verkauf inseriert. Eine angebliche "Manuela" meldete sich und wollte die Ware kaufen. Dies sollte über einen Zahlungsdienstleister geschehen. "Manuela" behauptete dann, dies habe nicht funktioniert, weshalb sie den Betrag über Direkt-Überweisung beglichen habe.

Nun sollte die Lengericherin diese Überweisung bestätigen, indem sie in einer "Bestätigungs-Mail" einen Button anklicken sollte. Dies tat sie. Sie musste dann noch weitere persönliche Daten und einen "Code" angeben. Letztendlich stellte sich heraus, dass der "Code" ein Euro-Betrag war, der von ihrem Konto widerrechtlich abgebucht worden war. Die Lengericherin erstattete Anzeige bei der Polizei.

In Emsdetten gab es einen ähnlichen Fall. Auch hier ging es um den Verkauf von Ware über ein Internetportal. Auch hier wurde eine angebliche "Bestätigungsmail" versandt, um den Eingang des Geldes zu bestätigen. Auch die Emsdettenerin musste unter anderem einen "Code" eingeben. Später stellte die Geschädigte fest, dass ein mittlerer dreistelliger Betrag von ihrem Konto abgebucht worden war.

Es hat bei uns im Kreis Steinfurt weitere Fälle in Tecklenburg und in Greven gegeben. In diesen Fällen konnte das Geld zurück gebucht werden beziehungsweise es ist kein Schaden entstanden.

Die Polizei warnt erneut vor dieser Betrugsmasche.

  • Wenn Sie eine E-Mail erhalten, in der Sie aufgefordert werden, durch Eingabe persönlicher Daten eine Zahlung zu bestätigen oder sich zu verifizieren, brechen Sie den Vorgang sofort ab!

  • Die Kleinanzeigenportale fragen niemals per E-Mail nach Zugangsdaten.

  • Kontrollieren Sie Ihre Kontobewegungen und lassen Sie das Konto im Zweifelsfall sperren.

  • Nutzen Sie stets nur die richtige Website ihres Geldinstituts, indem Sie die Webadresse selbst in den Browser eingeben. Folgen Sie niemals einem entsprechenden Link, den Sie von Unbekannten erhalten.

  • Seien Sie auf Verkaufsplattformen im Internet beim Zahlungsverkehr stets besonders vorsichtig.

  • Nutzen Sie für den Zahlungsverkehr stets anerkannte und offizielle Wege.

Weitere Infos mitsamt einer "Checkliste für den Ernstfall" gibt es hier: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/gefahren-im-internet/phishing/

Warnhinweise vor Phishing gibt es auch bei den gängigen Internetportalen beziehungsweise Zahlungsanbietern sowie bei den Verbraucherzentralen. Auch dort kann man sich informieren.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Steinfurt vom 20.01.2026 gegen 12:53 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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