Polizei-News Anklam, 15.01.26: Verkäuferin entlarvt Betrug beim Versuch eines Kunden, Gutscheinkarten im Supermarkt zu kaufen

Die Polizei informiert über einen aktuellen Vorfall von Cyberkriminalität in Anklam. Was ist heute passiert?

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Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / Karl-Heinz H

Am Nachmittag des 14.01.2025 bemerkte eine aufmerksame Verkäuferin eines Supermarktes in Anklam den ungewöhnlichen Kauf von Gutscheinkarten im Wert von 475 Euro durch einen 60-jährigen Kunden. Sie sprach den Mann an, hörte aufmerksam zu und erkannte, dass er vermutlich Opfer einer Betrugsmasche geworden war. Daraufhin informierte sie umgehend die Polizei.

Die ersten Ermittlungen der Anklamer Polizeibeamten brachten ans Tageslicht, dass der 60-Jährige Opfer eines sogenannten Tech-Support-Scams geworden ist. In diesem Fall erhielt der Mann auf seinem Rechner einen Hinweis, dass dieser angeblich von Computerviren befallen sei. Gleichzeitig wurde ihm eine Telefonnummer angezeigt, über die er Kontakt zu einem vermeintlichen Kundensupport aufnehmen sollte.

Am anderen Ende der Leitung gaben sich die Betrüger als Supportmitarbeiter eines bekannten Softwareunternehmens aus. Über eine Fernwartungssoftware erlangten sie Zugriff auf den Rechner des Geschädigten. Zudem teilten sie ihm mit, dass er einen Vertrag über fünf Jahre Virenschutz abschließen könne, wenn er Gutscheinkarten im Wert von 475 Euro in einem Supermarkt kaufe und die Codes anschließend an die angeblichen Kundendienstmitarbeiter übermittele.

Dank der aufmerksamen Verkäuferin des Supermarktes, die bei dem versuchten Kauf der Karten stutzig wurde, ist dem 60-Jährigen kein finanzieller Schaden entstanden. Ob die Betrüger dennoch sensible Daten vom Rechner des Mannes erlangen konnten, ist derzeit noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen.

So können Sie sich vor sogenannten Tech-Support-Scams schützen:

Seriöse Unternehmen und IT-Dienstleister nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben, legen Sie einfach den Hörer auf.

Rufen Sie keine angeblichen Kundenservicenummern an, die plötzlich in Pop-up-Fenstern auf Ihrem PC erscheinen. Wenden Sie sich immer über die offiziellen Internetseiten der Softwareunternehmen an den Kundenservice.

Geben Sie auf keinen Fall private Daten heraus, zum Beispiel Bankkonto- oder Kreditkartendaten sowie Zugangsdaten zu Kundenkonten.

Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner oder PC, etwa durch die Installation einer Fernwartungssoftware.

Bezahlen Sie keine angeblichen Virenprogramme oder andere Software mit Gutscheinkarten und geben Sie die Codes der Gutscheinkarten niemals an Unbekannte weiter.

Sollten Sie Opfer eines Betruges geworden sein, trennen Sie Ihren Rechner sofort vom Internet und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Weitere Hinweise erhalten Sie unter folgendem Link:

https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/tech-support-scam-telefonbetrug-erkennen-und-vermeiden/

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Neubrandenburg vom 15.01.2026 gegen 11:43 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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