Polizei-News Mechernich, 13.01.26: Technischer Totalschaden auf Rädern - Lkw in katastrophalem Zustand aus dem Verkehr gezogen

Eine Verkehrskontrolle wurde aktuell von der Polizei in Mechernich gemeldet. Was ist zur Zeit bekannt?

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Unfall für das Presseportal Bild: Adobe Stock / bilanol

Am Freitag (9. Januar) kontrollierten Polizeibeamte gegen 9.25 Uhr einen Lkw auf der Friedrich-Wilhelm-Straße in Mechernich. Was als routinemäßige Verkehrskontrolle begann, entwickelte sich schnell zu einer Liste erheblicher technischer Mängel.

Bereits an der geöffneten Ladeklappe fehlten die vorgeschriebenen Positionsleuchten, zudem waren die erforderlichen Warnfahnen beschädigt. Gerade bei Dunkelheit hätte dies eine erhebliche Gefahr für den fließenden Verkehr dargestellt.

Ein Blick auf die Reifen offenbarte den nächsten gravierenden Mangel: Diese waren derart abgefahren, dass die Karkasse bereits auf der Lauffläche sichtbar war. Hinzu kam ein deutlich hörbares Zischen, das auf eine undichte Luftdruckbremsanlage hindeutete. Die Bremsscheiben befanden sich in einem Zustand, der eher an CDs als an sicherheitsrelevante Fahrzeugteile erinnerte - mit einer unkalkulierbaren Gefahr des Brechens.

Besonders besorgniserregend war der Zustand der Vorderachse: Der Achsschenkel beziehungsweise die Radaufhängung vorne links war so stark ausgeschlagen, dass ein Abreißen des Vorderrades nicht ausgeschlossen werden konnte. Zusätzlich war der Druckluftbehälter der Bremsanlage gerissen, wodurch das gesamte Bremssystem als völlig unsicher eingestuft werden musste.

Auch im Innenraum setzte sich das Bild fort: Der Lkw wurde von einem 62-jährigen Fahrer aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis geführt. Dieser nutzte einen abgebrochenen Zündschlüssel, der während der Fahrt hätte herausfallen können - mit der möglichen Folge eines einrastenden Lenkradschlosses.

Darüber hinaus wurden weitere erhebliche Mängel am Unterfahrschutz, an der Federung sowie an der Abgasreinigung festgestellt. Insgesamt wurde der Lkw als verkehrsunsicher bewertet.

Dass der Fahrer trotz dieser Vielzahl an Mängeln überhaupt ohne schweren Verkehrsunfall bis zum Kontrollort gelangte, ist vermutlich mehr dem Glück als der Technik zu verdanken.

Nach Begutachtung und Rücksprache mit der zuständigen Zulassungsstelle wurde das Fahrzeug vor Ort stillgelegt und entsiegelt. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Auf den Fahrer kommt nun ein Bußgeldbescheid zu. Inklusive der entstandenen Kosten muss er mit einer Summe von rund 1.000 Euro rechnen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Kreispolizeibehörde Euskirchen vom 13.01.2026 gegen 11:25 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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