Polizei-News Hamburg, 13.01.26: Frau zieht ohne Notsituation Notbremse im fahrenden Zug und beschädigt Fensterscheiben mit Nothammer

Die Polizei informiert über einen aktuellen Verstoß wegen Drogen in Hamburg. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei berichtet über einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Stefan Sauer

Am 12.01.2026 gegen 02:15 Uhr soll nach derzeitigem Ermittlungsstand eine Frau (Alter: 30 Jahre) die Notbremse grundlos in einem fahrenden ICE (Strecke: Lüneburg - Hamburg-Harburg) gezogen und zwei Fenster mit einem Nothammer beschädigt haben.

Ein aufmerksamer Zeuge (Alter: 36 Jahre) beobachtete die Tathandlung und informierte umgehend die Zugbegleitung. Durch einen Zugbegleiter (Alter: 50 Jahre) wurde die Bundespolizei zum nächsten Halt des Zuges im Bahnhof Hamburg-Harburg angefordert.

Alarmierte Bundespolizisten konnten nach Einfahrt des Zuges im Bahnhof Hamburg-Harburg auf Gleis 1 die Tatverdächtige im Zug antreffen, festnehmen und zum Sachverhalt befragen. Die 30-jährige Frau wurde anschließend dem Bundespolizeirevier Hamburg-Harburg zugeführt.

Nach Befragung des Zeugen und des meldenden Zugbegleiters konnte die Weiterfahrt des Zuges zum Hamburger Hauptbahnhof mit angeordneter "Langsamfahrt" fortgesetzt werden. Im Zug waren zwei Fensterscheiben nicht entglast, jedoch deutlich gesplittert. Der eingesetzte Nothammer wurde als Beweismittel durch die Bundespolizei aufgefunden und sichergestellt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde die Notbremse bei einer Geschwindigkeit von ca. 140 km/h betätigt. Durch die Notbremsung wurden keine Bahnreisenden verletzt.

In der Wache konnte die Tatverdächtige keine Notsituation für ihre Handlung benennen. Sie gab an, dass sie aus dem Zug dringend aussteigen musste, da sie nach Büchen und nicht nach Hamburg reisen wollte.

Nach einer durchgeführten Identitätsfeststellung musste die nicht alkoholisierte und nicht unter Drogeneinschluss stehende Beschuldigte nach Abschluss der bundespolizeilichen Maßnahmen wieder entlassen werden. Sie war gegenüber den eingesetzten Bundespolizisten zeitlich und örtlich orientiert.

Zur genauen Schadenshöhe sowie den genauen Verspätungszeiten kann die Bundespolizei keine Angaben machen.

Gegen die Frau wurden Strafverfahren u.a. wegen des Straftatverdachts "Sachbeschädigung" sowie "Missbrauch von Notrufen" eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Bundespolizeiinspektion Hamburg vom 13.01.2026 gegen 07:50 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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