Polizei-News Handewitt, 12.01.26: Mit dem Fahrrad auf der Autobahn - ein gefährlicher Umweg

Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall in Handewitt. Alle bekannten Details zum Fall.

Erstellt von - Uhr

Die Polizei infomiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei infomiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Dominik Totaro

Am Sonntag, den 11.01.2026, gegen 17:40 Uhr, wurde eine Streifenwagenbesatzung auf die Autobahn A7 in Fahrtrichtung Süden entsandt. Gemeldet worden war ein Fahrradfahrer, der über die Anschlussstelle Flensburg/Harrislee auf die Autobahn aufgefahren war und sich dort unbeleuchtet in Richtung Süden fortbewegte. Dadurch war er für den fließenden Verkehr kaum wahrnehmbar.

Kurz vor der Abfahrt B200/Flensburg konnte der Radfahrer zunächst durch eine Streife des Zolls angetroffen und anschließend durch die Polizei übernommen werden. Der Mann wurde zur Polizeistation Handewitt verbracht.

Der 22-jährige Fahrradfahrer gab an, auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle im Flensburger Süden gewesen zu sein. Da seine gewohnte Strecke aufgrund von Schneeglätte nur schwer passierbar gewesen sei, habe er sich kurzerhand für die geräumte Autobahn entschieden. Da an seinem Fahrrad keine Beleuchtung vorhanden war, nutzte er zur eigenen Ausleuchtung die Taschenlampe seines Smartphones.

So ungewöhnlich und ironisch diese Lösung erscheinen mag, so ernst ist die damit verbundene Gefahr. Autobahnen sind ausschließlich für Kraftfahrzeuge vorgesehen. Hohe Geschwindigkeiten und eingeschränkte Sichtverhältnisse stellen für ungeschützte Verkehrsteilnehmende ein erhebliches Lebensrisiko dar. Eine Taschenlampe am Mobiltelefon stellt keinen Ersatz für eine ordnungsgemäße Fahrradbeleuchtung dar.

Nach einem verkehrserzieherischen Gespräch wurde der Radfahrer über die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens informiert und anschließend entlassen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin: Auch bei winterlichen Straßenverhältnissen dürfen verbotene und lebensgefährliche Abkürzungen keine Option sein. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden hat stets oberste Priorität.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeidirektion Flensburg vom 12.01.2026 gegen 10:47 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Schleswig-Flensburg - Aktuelle Meldungen aus der Region:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.