Polizei-News Dortmund, 05.01.26: Polizeipräsidium Dortmund bilanziert Erfolg von FOKUS, deutliche Senkung der Fallzahlen stärkt Sicherheitsgefühl
Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Dortmund gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Die Polizei Dortmund blickt auf ein weiteres Jahr intensiver Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung und zur Steigerung der Sicherheit in der Innenstadt und der Nordstadt zurück. Die Ende 2023 getroffene Entscheidung zur Verlängerung der Präsenzkonzeption FOKUS hat sich nachweislich ausgezahlt. Mit dem klaren Ziel, die Fallzahlen nachhaltig zu senken und das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, führt das Konzept nach jetziger Bewertung zu einer spürbaren Entlastung in den zentralen Stadtbereichen.
Das Konzept, welches auf einer direktionsübergreifenden Strategie aus verstärkter uniformierter Präsenz und dem Einsatz ziviler Kräfte basiert, ist seit seiner Einführung im Juni 2023 ein zentraler Element der Dortmunder Sicherheitsarchitektur. Erste Auswertungen für den Zeitraum von Dezember 2024 bis Ende November 2025 unterstreichen die Wirksamkeit der kontinuierlichen Anstrengungen: Die Gesamtzahl der registrierten Strafanzeigen im Rahmen der Konzeption ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent gesunken - von 21.840 auf 18.124. Dieser Rückgang ist besonders in den Bereichen der Straßenkriminalität und Eigentumsdelikte sichtbar, was die erfolgreiche Störung krimineller Hotspots belegt. Hervorzuheben ist dabei die Senkung der Raubdelikte: Die Fallzahlen im Kontrollbereich der PK Fokus konnten von 390 auf 347 gesenkt werden, was einer deutlichen Reduktion von über 11 Prozent entspricht und ein wichtiges Signal für die beabsichtigte Wirkung des Konzepts ist.
In der aktuellen Bilanzperiode wurden 24.310 Personalstunden in die Kontrollmaßnahmen investiert. Damit summiert sich der Gesamtaufwand seit dem Start der Konzeption im Juni 2023 auf insgesamt 56.330 Personalstunden, in denen die Einsatzkräfte eine dauerhafte Präsenz in den Schwerpunktbereichen gewährleisteten. Die polizeilichen Maßnahmen wurden allein im letzten Jahr durch 147 gezielte Schwerpunkteinsätze ergänzt, die in enger Abstimmung mit wichtigen Sicherheitspartnern wie dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Dortmund, dem Zoll und der Bundespolizei durchgeführt wurden. Seit dem Projektstart im Sommer 2023 wurden somit bereits insgesamt 660 Schwerpunkteinsätze erfolgreich absolviert. Diese gemeinsamen Einsätze ermöglichen ein abgestimmtes Handeln und eine effektive Bekämpfung von ordnungsrechtlichen Verstößen sowie unterschiedlichen Kriminalitätsphänomenen.
Allein im aktuellen Berichtszeitraum sprachen die Beamten und Beamtinnen 3.883 Platzverweise aus und kontrollierten 1.114 Personengruppen. Hierbei steht der gefahrenabwehrende Charakter im Vordergrund: Platzverweise werden gezielt eingesetzt, um kriminelle Strukturen nachhaltig zu stören und Ansammlungen, die als Ausgangspunkt für Straftaten dienen könnten, bereits im Vorfeld zu unterbinden. Ein signifikanter Anteil der Kontrollen betraf zudem die Raser-, Poser- und illegale Tuningszene, deren rücksichtsloses Verhalten regelmäßig zu massiven Beschwerden und Gefährdungen führt. Mit 357 gezielten Kontrollaktionen hielt die Polizei Dortmund den Druck auf diese Szene konstant hoch. Insgesamt dokumentiert die Bilanz von 1.089 Strafanzeigen und 1.018 Ordnungswidrigkeitenanzeigen im gesamten Fokus-Kontext die hohe Kontrolldichte und die Konsequenz der polizeilichen Verfolgung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag erneut auf der Bekämpfung von Gewalt- und Drogenkriminalität. So konnten 264 Messer und waffenähnliche Gegenstände sichergestellt sowie 3.451 Einheiten von Betäubungsmitteln aus dem Verkehr gezogen werden. Zudem wurden Bargeldbeträge in Höhe von 151.544 Euro sichergestellt bzw. beschlagnahmt. Die Konzeption führte zu 270 freiheitsentziehenden Maßnahmen, darunter 139 erfolgreich vollstreckten Haftbefehlen.Doch Sicherheit entsteht nicht allein durch Repression. Ein wesentlicher Baustein der Konzeption FOKUS ist die enge Verzahnung von Kontrolle und sozialer Prävention. Gerade im Umgang mit suchtkranken Menschen oder Personen im Obdachlosenmilieu agieren die Einsatzkräfte mit Augenmaß: Sie verstehen sich auch als Brückenbauer zu den sozialen Regelsystemen der Stadt Dortmund und bereiten aktiv den Weg in bestehende Hilfsangebote. Ziel ist es, Betroffene aus der Anonymität der Straße zu holen und durch die Vermittlung an Fachstellen langfristig zur Befriedung der Quartiere beizutragen.
Dieser ganzheitliche Ansatz wird durch den direkten Austausch mit der Bevölkerung ergänzt: In 10.656 Bürgergesprächen nahmen die Beamtinnen und Beamten Sorgen und Anregungen der Menschen direkt auf.Auch für 2026 hat Polizeipräsident Gregor Lange einen Antrag zur Verlängerung der Zuteilung von Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei beim Ministerium des Inneren NRW gestellt. Das Ministerium entsprach diesem Antrag, sodass die Präsenzkonzeption FOKUS auch im kommenden Jahr unverändert fortgeführt werden kann.
"In diesem Jahr stellen wir fest, dass unsere strategischen Maßnahmen und die konsequente Präsenz erste wichtige Erfolge zeigen", so Polizeipräsident Gregor Lange in seiner Bewertung. "Die Reduktion der Kriminalität um 17 Prozent sowie der massive Einsatz von über 56.000 Personalstunden sind ein deutliches Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Alle Menschen, die sich in Dortmund aufhalten, haben ein Recht darauf, sich in unserer Stadt sicher und ohne Sorge bewegen zu können. Die Verlängerung der Konzeption FOKUS ist ein klares Bekenntnis dazu, dass wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Dortmund vom 05.01.2026 gegen 08:17 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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