Polizei-News Essen-Schonnebeck, 02.01.26: Langwieriger Brandeinsatz in leerstehendem Schulgebäude - Feuerwehr bis in die Nacht im Einsatz

Die Polizei informiert über einen aktuellen Feuerwehreinsatz in Essen-Schonnebeck. Alle bekannten Details zum Fall.

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Feuerwehr für das Presseportal Bild: Adobe Stock / MAK

Am Neujahrstag wurde die Feuerwehr Essen um 10:53 Uhr zu einer starken Rauchentwicklung aus dem leerstehenden ehemaligen Schulgebäude "Schetters Busch" an der Bonifaciusstraße in Essen-Schonnebeck alarmiert. Das Gebäude ist ungenutzt, es war jedoch bekannt, dass sich dort regelmäßig Personen aufhalten.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Meldung. Aus mehreren Bereichen des Gebäudes drang Rauch, ein Teil des Gebäudes stand in Vollbrand. Unverzüglich wurden mehrere Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung und Erkundung in das Objekt entsandt. Glücklicherweise wurden im Gebäude keine Personen angetroffen. Es wurden jedoch mehrere Schlafplätze festgestellt, weshalb auch angrenzende Kellerräume sorgfältig kontrolliert wurden.

Eine Person wurde außerhalb des Gebäudes angetroffen und durch den Rettungsdienst untersucht. Eine weiterführende Behandlung war nicht erforderlich.

Die Brandbekämpfung erfolgte zunächst im Außenangriff über mehrere Gebäudeseiten. Parallel errichteten die Einsatzkräfte eine Riegelstellung, um eine Brandausbreitung innerhalb des weitläufigen Gebäudes zu verhindern. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der baulichen Struktur wurde anschließend auch ein Innenangriff durchgeführt.

Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass sich der Brand in mehreren Bereichen als Schwelbrand innerhalb von Wand- und Deckenverkleidungen ausgebreitet hatte. Große Flächen aus Holzvertäfelungen erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Um versteckte Glutnester zu erreichen, mussten Wandverkleidungen mit Kettensägen geöffnet sowie gezielt Bohrungen gesetzt werden, um die Ausbreitung der Schwelbrände zu lokalisieren und wirksam zu bekämpfen.

Zur Unterstützung wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks an die Einsatzstelle alarmiert. Im weiteren Verlauf kam zusätzlich eine Bergungsgruppe des THW zum Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr setzte eine Drohne mit Wärmebildkamera ein, um das Gebäude von außen auf verbliebene Hitzequellen zu kontrollieren.

Aufgrund der langen Einsatzdauer kam es zu einem Personalwechsel an der Einsatzstelle. Die Feuerwachen Kray, Stadtmitte und Steele wurden für die Dauer des Einsatzes durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr nachbesetzt.

Am Abend wurden mehrere Brandnachschauen durchgeführt. Gegen 20:00 Uhr musste eine Wand erneut geöffnet und mit Löschschaum abgelöscht werden. Eine weitere Nachschau gegen 22:45 Uhr verlief ohne neue Feststellungen.

Die Brandursache ist Gegenstand polizeilicher Ermittlungen. Der Einsatz war nach zwölf Stunden beendet.

Im Einsatz waren Einsatzkräfte der Feuerwachen Kray, Steele, Stadtmitte sowie mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr, darunter die Einheiten Stoppenberg, Kray, Steele, Mitte und Umweltschutz.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Feuerwehr Essen vom 02.01.2026 gegen 10:44 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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