Cyclospora cayetanensis: Gefährlicher Darmparasit breitet sich aus - Vorsicht bei diesen Symptomen

Ausgerechnet im Land der Fußball-WM breitet sich aktuell ein gefährlicher Darmparasit aus, der explosionsartigen Durchfall auslösen kann. Allein in Michigan explodierten die Fallzahlen auf das 30-fache des Normalwerts. Wovor die Gesundheitsbehörde aktuell warnt.

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Die amerikanische Gesundheitsbehörde warnt vor der vermehrten Ausbreitung des Parasiten Cyclospora cayetanensis in den USA, vor allem in Michigan. (Foto) Suche
Die amerikanische Gesundheitsbehörde warnt vor der vermehrten Ausbreitung des Parasiten Cyclospora cayetanensis in den USA, vor allem in Michigan. Bild: Adobe Stock/freshidea
  • US-Gesundheitsbehörde warnt vor Ausbreitung des ParasitenCyclospora cayetanensis
  • Hotspot Michigan - hier sind die Fallzahlen besonders hoch
  • Ansteckung, Verbreitung, Symptome - das müssen Sie über den Parasiten wissen
  • Wie sieht die Situation in Deutschland aus?

Ein gefährlicher Parasit breitet sich derzeit rasant in den Vereinigten Staaten aus. Der Erreger mit dem Namen Cyclospora cayetanensis wurde bereits in 31 der 50 Bundesstaaten nachgewiesen und sorgt bei Betroffenen für heftige Beschwerden.

Ausbreitung von Cyclospora cayetanensis - Michigan meldet über 1500 Infektionen

Das Epizentrum der Krankheitswelle liegt im Mittleren Westen. Laut dem Johns Hopkins Center for Health Security konzentrieren sich die meisten Fälle auf Michigan. Die dortige Gesundheitsbehörde registrierte bis Freitag mehr als 1500 Erkrankungen – normalerweise treten in diesem Bundesstaat jährlich nur etwa 50 Fälle auf. Die US-Gesundheitsbehörde CDC beschreibt die typischen Auswirkungen: "Cyclospora befällt den Dünndarm und verursacht in der Regel wässrigen Durchfall mit häufigem und manchmal explosionsartigem Stuhlgang."

Ansteckungsgefahr - wie verbreitet sich der Darmparasit überhaupt?

Der Parasit gelangt nicht direkt von Person zu Person in den Körper. Stattdessen erfolgt die Ansteckung über Nahrungsmittel oder Trinkwasser, die mit Fäkalien verunreinigt wurden. Besonders frisches Obst und Gemüse stehen im Verdacht, die Krankheitswelle auszulösen.

Behörden suchen nach Infektionsursache

Die winzigen Erreger werden als sogenannte Oozysten ausgeschieden – dickwandige Sporen, die längere Zeit außerhalb eines Wirts überleben können. Gelangen sie über kontaminierte Produkte in den menschlichen Körper, dringen sie in den Dünndarm ein. Welche Lebensmittel konkret für den aktuellen Ausbruch verantwortlich sind, konnten die Behörden bislang nicht ermitteln.

Wochenlange Beschwerden ohne Behandlung

Die Infektion mit dem Parasiten kann sich über einen langen Zeitraum hinziehen. Ohne medizinische Versorgung leiden Betroffene unter Umständen mehr als einen Monat an wässrigem Durchfall. Neben den heftigen Darmbeschwerden treten häufig auch Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust auf.

Hier ist die Gefahr besonders groß

Besonders gefährlich ist die drohende Austrocknung des Körpers. US-Behörden warnen ausdrücklich vor dem Risiko einer Dehydrierung durch den anhaltenden Flüssigkeitsverlust. Für den Nachweis des Erregers müssen Patienten mehrere Stuhlproben abgeben. Die gute Nachricht: Mit gängigen Antibiotika lässt sich die Erkrankung wirksam bekämpfen. Tödlich verläuft eine Ansteckung in der Regel nicht.

Wovor jetzt gewarnt wird - Behörden raten von abgepacktem Salat ab

Die Gesundheitsbehörde in Michigan hat konkrete Empfehlungen für die Bevölkerung ausgesprochen. Wie "Bloomberg" berichtet, sollten Verbraucher vorerst keinen abgepackten Salat essen. Außerdem wird geraten, Basilikum, Koriander und Himbeeren besonders gründlich zu waschen.

Wie gefährlich ist der Parasit auch in Deutschland?

Hierzulande spielt Cyclospora cayetanensis bislang eine untergeordnete Rolle. Der Parasit tritt vor allem bei Reiserückkehrern aus tropischen und subtropischen Gebieten wie Mexiko oder Südostasien auf. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, bei Fernreisenden mit langanhaltenden wässrigen Durchfällen an eine Infektion mit dem Erreger zu denken. Da Cyclosporiasis in Deutschland nicht meldepflichtig ist, werden einzelne Fälle möglicherweise gar nicht erfasst. 

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