Hannover/Göttingen: Hitzewelle: Mehr Patienten kommen in Notaufnahmen

Kreislaufprobleme, Dehydrierung oder Hitzschlag: Die hohen Temperaturen machen den Menschen zu schaffen und sorgen für mehr Rettungseinsätze. Einige Menschen sind besonders gefährdet.

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Sommer, Sonne, hohe Temperaturen: Angesichts der Hitzewelle in Niedersachsen und Bremen werden in den Notaufnahmen mehr Menschen behandelt. Auch die Rettungsdienste sind verstärkt im Einsatz.

"Aufgrund der anhaltenden hohen Temperaturen sehen wir in unserer Zentralen Notaufnahme einen deutlichen Fallanstieg von hitzebedingten Notfällen", sagte Sabine Blaschke, ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). In den vergangenen heißen Tagen wurden demnach etwa drei bis fünf Hitze-Patientinnen und -Patienten pro Tag behandelt. Typische Symptome seien kurzzeitiger Bewusstseinsverlust, Schwindel, Überhitzung und körperliche Austrocknung.

Vor allem ältere Menschen betroffen

Die Lage sei damit ähnlich wie in den Vorjahren, eine erhöhte Belastung gebe es durch die Hitze-Patientinnen und -Patienten aber nicht. Meist sei ein Flüssigkeitsausgleich ausreichend. Besonders häufig betroffen sind demnach ältere Menschen mit Vorerkrankungen.

Auch in Bremen kommen aufgrund der Hitze mehr Patienten in die Notaufnahmen. "Es sind oft ältere Menschen, die zu wenig getrunken haben oder über Schwindel klagen", sagte Karen Matiszick, Pressesprecherin vom Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord. Meist handele es sich aber nicht um lebensbedrohliche Fälle. "Die Lage ist derzeit gut beherrschbar", betonte die Sprecherin.

Mehr Unfälle mit E-Scootern und Fahrradfahrern

Ein nur vereinzelt höheres Aufkommen als üblich verzeichnet das Städtische Klinikum Braunschweig. "Wir rechnen allerdings damit, dass in den nächsten Tagen verstärkt Patienten mit Kreislaufproblemen, Dehydrierung oder Hitzschlag kommen", sagte der Sprecher des Klinikums, Jan Philipp Klay Bothe. Besonders gefährdet seien ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen ohne Klimaanlage sowie wohnungslose Menschen, die keinen kühlen Rückzugsort finden könnten.

"Es häufen sich aber auch Unfälle mit E-Scootern und Fahrradfahrern sowie Sportlern", betonte Klay Bothe. Die Menschen seien aktiver als sonst aber auch unaufmerksam.

Vermehrt Rettungseinsätze wegen Dehydrierung

In der Notaufnahme der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist bisher kein deutlicher Anstieg hitzebedingter Fälle zu verzeichnen. Das Patientenaufkommen liege auf dem für die Sommermonate üblichen Niveau, sagte Sprecherin Inka Burow.

Viele Menschen seien draußen aktiv. "Entsprechend sehen wir in unserer Notaufnahme vor allem die üblichen Verletzungen und Beschwerden im Zusammenhang mit Freizeit- und Sportaktivitäten", erklärte Burow. Es gebe allerdings vermehrt Rettungseinsätze wegen Dehydrierung, sowohl im privaten Bereich als auch in Heimen.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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