Ebola-Ausbruch: Kenia: Minister wegen Ebola-Station für US-Bürger vor Gericht

Kenias Gesundheitsminister ließ die Einrichtung einer Ebola-Quarantänestation für US-Bürger zu, obwohl ein gerichtlicher Stopp angeordnet war. Jetzt entschuldigte er sich vor Gericht.

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Kenias Gesundheitsminister Aden Duale hat den Bau einer umstrittenen Ebola-Quarantänestation für US-Bürger gestoppt. Zuvor hatte ihn der Oberste Gerichtshof wegen Missachtung einer richterlichen Anordnung vorgeladen. Richterin Patricia Nyaundi entließ Duale daraufhin mit einer "strengen Verwarnung", wie kenianische Medien übereinstimmend berichteten.

Ende Mai hatte das Gericht die Einrichtung eines Isolationszentrums mit 50 Betten auf einem Militärstützpunkt in der Stadt Nanyuki, knapp 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nairobi, per einstweiliger Verfügung ausgesetzt. Nach Auffassung des Gerichts ignorierte Duale die Anordnung und ließ das Projekt unrechtmäßig fortsetzen. Anwälte der Kläger hatten 15 Monate Haft für ihn gefordert.

Bei einem Ausbruch des tödlichen Ebolavirus in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben dortiger Behörden bislang 1.048 Fälle bestätigt worden, darunter 267 Tote. Die Todesfallquote liege aktuell bei rund 25,5 Prozent. Im östlichen Nachbarland Uganda seien zudem 20 Menschen an Ebola erkrankt, zwei von ihnen gestorben.

Offiziell hat Kenias Regierung nur laufende Gespräche bestätigt

US-Medienberichten zufolge will die US-Regierung keine Amerikaner einreisen lassen, die Ebola ausgesetzt waren und möglicherweise infiziert sind. Stattdessen sollten sie demnach in Kenia in Quarantäne gehen. Offiziell bestätigte die kenianische Regierung bislang nur Gespräche mit der US-Regierung und internationalen Partnern über eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Ebolavirus.

Die Berichte sorgten in Kenia für Unruhe. Bei Protesten gegen das Zentrum kamen dem britischen Sender BBC zufolge drei Menschen ums Leben. Auch der Direktor der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC, Jean Kaseya, hatte Bedenken wegen der zusätzlichen Belastungen für das kenianische Gesundheitssystem geäußert.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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