Halle: Mehr als 127.000 Universalspender in Sachsen-Anhalt
Blutgruppe 0 negativ kann im Notfall fast allen Menschen helfen. In Sachsen-Anhalt haben mehr als 127.000 Einwohner diese seltene Eigenschaft. Warum sie so wichtig ist.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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In Sachsen-Anhalt leben rechnerisch mehr als hunderttausend Menschen mit einer Blutgruppe, die in Notfällen besonders gefragt ist. Zum Jahresende 2025 hatten 127.215 Einwohnerinnen und Einwohner die Blutgruppe 0 mit negativem Rhesusfaktor, wie das Statistische Landesamt anlässlich des Weltblutspendetags am 14. Juni mitteilte. Sie gelten als sogenannte Universalspender, weil ihr Blut im Ernstfall nahezu allen Patientinnen und Patienten transfundiert werden kann.
Warum 0 negativ besonders gefragt ist
Gerade bei schweren Unfällen oder Notoperationen können Blutkonserven der Blutgruppe 0 negativ eingesetzt werden, wenn die Blutgruppe eines Patienten noch nicht bestimmt ist. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) werden diese Reserven deshalb häufiger gebraucht, als es ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht.
Insgesamt hatten rechnerisch 869.303 Menschen im Land die Blutgruppe 0, davon 742.088 mit positivem Rhesusfaktor. Auch sie gelten als besonders geeignete Blutspenderinnen und Blutspender.
Blutkonserven werden täglich benötigt
Nach DGTI-Angaben werden in Deutschland täglich Tausende Blutkonserven gebraucht – etwa bei Operationen, Krebstherapien, schweren Verletzungen oder Geburten. Gleichzeitig sind die Blutvorräte nur begrenzt haltbar. Rote Blutkörperchen können in der Regel höchstens 42 Tage gelagert werden.
Besonders im Sommer und in Ferienzeiten gehen die Spendenzahlen häufig zurück. Die Fachgesellschaft ruft deshalb zu regelmäßigen Blutspenden auf: Blutkonserven würden nicht nur bei Katastrophen oder größeren Schadenslagen gebraucht, sondern täglich in Krankenhäusern.
AB negativ ist die seltenste Blutgruppe
Am seltensten war Ende 2025 in Sachsen-Anhalt die Blutgruppe AB negativ: Sie wurde rechnerisch rund 21.200 Menschen zugerechnet, etwa einem Prozent der Bevölkerung.
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