Krieg und Krankheit: WHO fordert Waffenstillstand zur Eindämmung von Ebola

Bomben und Ebola: Die WHO sieht in der Konfliktregion kaum Chancen, Infizierte wirksam zu isolieren. Was die Organisation jetzt von den Kriegsparteien fordert.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer "katastrophalen Kollision von Krankheit und Konflikt" in der vom Ebola-Ausbruch betroffenen Region im Osten der Demokratischen Republik Kongo. "Wir können weder das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen noch Kranke isolieren, während Bomben fallen", schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf dem Nachrichtenportal X. Er appellierte an die Kriegsparteien, sich auf einen sofortigen Waffenstillstand zu einigen, damit der Ausbruch eingedämmt werden kann.

Weil es keinen exakt passenden Impfstoff und keine speziellen Medikamente gegen die kursierende Ebola-Variante gibt, kann die Infektionskette nur unterbrochen werden, wenn Infizierte unter höchsten Sicherheitsstandards behandelt werden und ihre Kontakte sich für drei Wochen isolieren. Wegen der anhaltenden Kämpfe würden Menschen aber immer wieder vertrieben, und Kontaktpersonen von Infizierten könnten sich in überfüllten Flüchtlingslagern nicht von anderen fernhalten. "Wir bitten dringend, das Überleben der Menschen über alles andere zu stellen", schrieb Tedros.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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