Ebola im Kongo: Schweißtreibender Einsatz im Schutzanzug

Wie ist es, im Schutzanzug Ebola-Patienten zu behandeln? Ein Arzt schildert, wie es sich im Anzug anfühlt - und vor welchem Dilemma das medizinische Personal in der Hochrisikozone steht.

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Ganzkörperanzug, Gummischürze, Handschuhe, Maske und Visier: Bei der Behandlung von Ebola-Patienten ist Sicherheit für Ärztinnen und Ärzte wie auch für das Pflegepersonal ein Muss. Doch bei dem tropischen Klima in Zentralafrika ist die Arbeit im Schutzanzug eine ganz besondere Herausforderung, auch an die eigene Konstitution. Unter Bedingungen wie nun in der Demokratischen Republik Kongo sei die Arbeit extrem belastend, sagt der Berliner Arzt Maximilian Gertler, der in der Vergangenheit für die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in dem Land in im Ebola-Einsatz war.

"Man hält im Allgemeinen nicht mehr als eine Stunde aus, so wahnsinnig heiß ist es", beschreibt Gertler die Arbeitsbedingungen. "Man schwitzt und kann nicht riskieren, dass man Kreislaufprobleme bekommt und in der Hochrisikozone umkippt." Das passiere manchmal und sei dann immer eine dramatische Situation.

Nach einer Stunde in Hochrisikozone muss Pause sein

Deswegen sei die Arbeitszeit in der Regel auf eine Stunde am Stück begrenzt. "Danach muss man Pause machen, trinken, aufs Klo gehen, essen und sich erholen." Oft sei das aber schwer umzusetzen in einer Phase wie derzeit, in der es viele Kranke in unvorbereiteten Krankenstationen mit wenig Personal außerhalb etablierter Isolierungszentren gebe.

"Es ist für das Personal kaum auszuhalten, sich an die Pausen zu halten, wenn lebensbedrohlich erkrankte, hochinfektiöse Menschen noch mitten in einem Krankenhaus liegen", sagte Gertler zum Zwiespalt zwischen Eigenschutz und der dramatischen Lage in den Krankenhäusern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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