Schimmel oder unbedenklich: Darf man Karotten mit schwarzen Flecken noch essen?
Schwarze Flecken auf Karotten – sollte solches Gemüse im Magen oder besser in der Tonne landen? Wann die Möhre noch zu retten ist und wann Sie doch lieber auf den Verzehr verzichten sollten, verraten wir Ihnen hier.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Karotten bekommen besonders außen häufig schwarze Stellen
- Nicht immer muss das Gemüse in die Biotonne bei solchen Verfärbungen
- In einigen Fällen bleiben die Möhren weiterhin essbar trotz Pilzbefall
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Wer kennt es nicht: Im Kühlschrank schlummern vergessene Karotten, die plötzlich dunkle Verfärbungen aufweisen. Der erste Impuls – ab in den Müll damit – ist zwar verständlich, doch nicht immer wirklich begründet. Denn: Nicht jede verfärbte Möhre muss zwangsläufig entsorgt werden. Wie Sie entscheiden, wann die Verfärbungen unbedenklich sind und wann sie ein Gesundheitsrisiko darstellen, zeigen wir Ihnen hier.
Schimmelpilz ist schuld an Verfärbungen
Hinter den unschönen Verfärbungen steckt häufig ein spezifischer Übeltäter: die sogenannte schwarze Wurzelfäule. Verursacht wird sie durch den Schimmelpilz Thielaviopsis basicola, der sich besonders unter feuchten Bedingungen wohlfühlt und rasch ausbreitet. Das Tückische daran: Bei der Ernte ist der Befall oft noch unsichtbar. Erst, sobald das Gemüse im Supermarktregal oder daheim im Kühlschrank liegt, zeigen sich die ersten Anzeichen.
Feuchtigkeit spielt bei der Entstehung eine zentrale Rolle. Schwitzen Möhren etwa in ihrer Plastikverpackung vor sich hin, bietet das ideale Bedingungen für Pilzwachstum. Neben dem Pilzbefall können allerdings auch mechanische Beschädigungen zur Verfärbung führen - Druckstellen oder Risse in der Schale lassen das Gewebe durch Oxidation nachdunkeln.
Essen oder entsorgen – der Geschmackstest gibt Aufschluss
Die Faustregel lautet: Oberflächliche, kleine Verfärbungen lassen sich mit dem Schäler großzügig entfernen. Das verbliebene Gemüse sollte am besten zeitnah aufgebraucht werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Möhren zudem lieber erhitzen (kochen, backen oder anbraten), statt sie roh zu knabbern.
Anders sieht es allerdings aus, wenn die dunklen Stellen bereits zahlreich, großflächig oder besonders tief eingedrungen sind. Ist das Gemüse zudem besonders weich oder vom Geruch her auffällig, ist das ein recht deutliches Zeichen für Fäule. "Wenn die Flecken größer oder etwas matschig sind, besser wegschmeißen", so Harald Seitz vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) gegenüber "myhomebook.de". Bei weißem, pelzigem Schimmel ist das Gemüse ebenfalls ein Fall für die Tonne. Ernährungsexperte Seitz empfiehlt: "Die Möhre einfach schälen und ein kleines Stück probieren. Wenn es bitter schmeckt: wegwerfen."
So bleiben Möhren länger frisch
Die schwarze Wurzelfäule ist eine typische Lagerkrankheit – mit der richtigen Aufbewahrung lässt sie sich daher vermeiden. Wichtigster Schritt: Möhren aus der Plastikverpackung befreien. In Folie sammelt sich Feuchtigkeit, die den Pilzbefall begünstigt. Bundmöhren sollten vor dem Einlagern im Kühlschrank vom Grün befreit werden, da das Kraut den Wurzeln Feuchtigkeit entzieht. Der ideale Platz ist das Gemüsefach im Kühlschrank, am besten eingewickelt in ein feuchtes Tuch, das regelmäßig ausgetauscht wird. Dabei sollten Sie darauf achten, keine Äpfel neben den Möhren zu lagern, da ihr Reifegas Ethylen den Verderb beschleunigen kann.
Sind die Karotten bereits weich geworden, hilft ein Bad in kaltem Wasser, um sie wieder aufzufrischen. Wer größere Mengen lagern möchte, kann auf die bewährte Kellermethode zurückgreifen: In einer Kiste mit leicht feuchtem Sand halten sich Möhren monatelang.
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