Beweglichkeit steigern: Diese Sportarten sind besonders gut für Ihre Gelenke

Viele, die über Gelenkschmerzen klagen, fragen sich: Darf ich so überhaupt noch Sport treiben? Die Antwort ist ein klares Ja - es kommt allerdings auf die Sportart an. Mit welchen Disziplinen Sie Ihre Beweglichkeit fördern können.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Einige Sportarten können helfen, bei Knie- und Hüftgelenkschmerzen die Mobilität wiederherzustellen. (Foto) Suche
Einige Sportarten können helfen, bei Knie- und Hüftgelenkschmerzen die Mobilität wiederherzustellen. Bild: AdobeStock / sebra
  • Schmerzende Gelenke können die Mobilität einschränken
  • Sport kann helfen, die Schmerzen langfristig zu mildern
  • Die Bewegungsabläufe sind bei der Wahl der Sportart entscheidend

Mehr rund um Fitness und Bewegung finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Bewegung ist einer der wichtigsten Faktoren für die körperliche Gesundheit - lassen wir sie schleifen, kann das nicht nur geschwächte Muskeln, sondern auch steife Gelenke nach sich ziehen. Allerdings ist nicht jede Sportart gleich gut geeignet für unsere Gelenke. Mit welchen Übungen Sie Ihren Gelenken etwas Gutes tun, verraten wir Ihnen hier.

Welche Sportarten sind nicht geeignet bei Gelenkschmerzen?

Entscheidendes Merkmal bei der Wahl der richtigen Sportart ist die Art der Belastung. Für unsere Gelenke sind grundsätzlich gleichmäßige Belastungen gesund. Abrupte, explosive Bewegungen und Stoßbelastungen hingegen können die Gelenke zu stark beanspruchen und langfristig auch schädigen. Bei vielen Disziplinen treten solche Bewegungen regelmäßig auf:

  • Fußball belastet durch schnelle Richtungswechsel und abrupte Stopps Knie und Hüften stark.
  • Basketball kann durch plötzliche Starts, Stopps, Wendungen und Sprünge zu Verletzungen bei Knien und Rücken führen.
  • Tennis kann neben den Knöcheln und Kniegelenken auch den Schlagarm stark beanspruchen - nicht umsonst gibt es den "Tennisarm", der sich durch starke Schmerzen und Kraftverlust im Arm auszeichnet.
  • Skifahren kann insbesondere beim Bremsen und Richtungswechseln eine Belastung für Knie und Hüften darstellen.

Kampfsportarten haben Untersuchungen zufolge das größte Risiko für Knieprobleme - auch bei jungen Menschen. Zudem kann steigendes Wettkampfniveau auch zu einem erhöhten Risiko führen.

Wie Ausdauertraining Beschwerden lindern kann

Während es für Betroffene von Gelenkschmerzen daher eher ratsam ist, auf diese Sportarten zu verzichten, zeigt die Forschung, dass andere Bewegungsarten deutliche Vorteile für die Beweglichkeit haben können. So gilt moderates Ausdauertraining laut Studien als eine der wirksamsten Maßnahmen, um Gelenkbeschwerden zu verbessern.

So können beispielsweise Gehen, Schwimmen oder Radfahren Schmerzen reduzieren und die Beweglichkeit und Lebensqualität steigern. Besonders beim Schwimmen werden die Gelenke gleichmäßig belastet, während Muskulatur, die das Gelenk stabilisiert, aufgebaut wird.

Mit Krafttraining die Muskeln um die Gelenke aufbauen

Neben Ausdauertraining kann auch Krafttraining sinnvoll sein, um die Muskulatur zu stärken. Vor allem Trainingsformen wie Yoga, Pilates oder das Fitnessstudio können hier helfen. Eine richtig trainierte Muskulatur wirkt wie ein Stoßdämpfer und kann direkte Belastungen für die Gelenke reduzieren. Allerdings ist es empfehlenswert, beim Krafttraining mit Gewichten genau auf die Ausführung zu achten und das Gewicht im Zweifel lieber zu reduzieren, um Verletzungen zu vermeiden.

Der häufigste Fehler bei Gelenkschmerzen

Ein Fehler, der unter Patienten mit Gelenkbeschwerden besonders verbreitet ist, ist übermäßige Schonung. Zwar liegt es nahe, dass man seine Gelenke bei Schmerzen lieber schonen sollte, doch langfristig führt das zu Muskelabbau. Dieser destabilisiert die entsprechenden Gelenke noch weiter, wodurch die Beschwerden auch zunehmen können.

Daher ist es wichtig, die richtige Balance zwischen Bewegung und Schonung zu finden. Grundsätzlich sollten die Übungen bei Schmerzen mit moderater Intensität erfolgen, um die Muskeln zu unterstützen und gleichzeitig die Gelenke nicht zu überfordern. Wer aktiv bleibt, kann sich zudem auch vor zukünftigen Beschwerden schützen.

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