Zum Welt-HPV-Tag: Krebsvorsorge per Impfung – Experten rufen zu HPV-Schutz auf
Humane Papillomviren (HPV) verursachen bundesweit etwa 10.000 Tumoren - an verschiedenen Organen. Eine Impfung schützt vor den wichtigsten HPV-Typen. Dennoch hält sich die Nachfrage in Grenzen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) schützt wirksam vor bestimmten Krebsarten. Anlässlich des Welt-HPV-Tags am 4. März ruft das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) Eltern dazu auf, ihre Kinder frühzeitig impfen zu lassen.
"Eltern möchten ihren Kindern das Beste für die Zukunft mitgeben, dazu gehört auch ein wirksamer Schutz vor vermeidbaren Krankheiten", teilte Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des BIÖG, kürzlich mit. "Wer seine Kinder zwischen 9 und 14 Jahren impfen lässt, nutzt den optimalen Zeitpunkt und schafft eine wichtige Basis für deren langfristige Gesundheit."
Impfung am besten vor dem ersten Sex
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen in diesem Alter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist der Schutz dann am höchsten, wenn die Impfung schon vor dem ersten möglichen Kontakt mit diesen Viren erfolgt. Die Erreger werden vor allem beim Sex übertragen.
Den Angaben des BIÖG zufolge stecken sich in Deutschland acht von zehn Menschen mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV an. Je nach Virustyp - insgesamt gibt es 200 verschiedene - kann eine Infektion ohne Folgen bleiben. Doch unter Umständen kann sie Krebs auslösen. Nach RKI-Angaben erkranken in Deutschland jährlich etwa 10.000 Menschen an HPV-bedingtem Krebs.
Virus Auslöser für mehrere Krebsarten
Am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs, doch das Virus betrifft auch andere Bereiche des Körpers, wie das BIÖG erklärt. "Die Viren können Tumore im Mund- und Rachenraum sowie im Analbereich oder an den Genitalien verursachen. Deshalb ist die HPV-Impfung auch für Jungen wichtig."
Die Impfquoten in Deutschland sind allerdings niedrig: 2024 hatten nur rund die Hälfte der fünfzehnjährigen Mädchen (55 Prozent) und etwas mehr als ein Drittel der fünfzehnjährigen Jungen (36 Prozent) einen vollständigen Impfschutz.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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