Blutwerte verbessern: Sind Haferflocken der ultimative Cholesterin-Killer?
Haferflocken erfreuen sich aktuell vor allem als "Overnight Oats" und Porridge größter Beliebtheit. Was viele nicht wissen: Die Getreideflocken können auch den Cholesterinwert verbessern.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
Suche
- Haferflocken können schlechtes LDL-Cholesterin verringern
- Studie zeigt: Blutwerte verbessern sich bei Hafer-Diät deutlich
- Eine längere, aber weniger intensive Kur kann den Effekt nicht erzielen
Weitere Infos rund um Ernährung und Gesundheit finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Sie machen satt, sorgen dank Ballaststoffen für eine gesunde Verdauung und lassen sich wunderbar mit Früchten oder Joghurt ergänzen - Haferflocken sind echte Multitalente. Forscher der Universität Bonn haben nun einen weiteren versteckten Vorteil entdeckt: Schon nach zwei Tagen verbessern Haferflocken die Cholesterinwerte deutlich.
Schlechtes LDL-Cholesterin sinkt dank Haferflocken
Für ihre Kurzzeitstudie teilten die Forscher 34 Teilnehmer zwischen 45 und 70 Jahren in zwei Gruppen ein. Alle Kandidaten litten am metabolischen Syndrom, wodurch sie an Übergewicht, Bluthochdruck, Insulinresistenz und schlechten Blutfettwerten litten. Die erste Gruppe durfte sich über zwei Tage hinweg nur von Hafer und kleinen Mengen bestimmter Obst- und Gemüsesorten ernähren. Die zweite bekam eine vergleichbare Diät ohne Hafer aber mit ähnlicher Nährstoffverteilung.
Das Ergebnis zeigte: Schon nach zwei Tagen der Hafer-Diät sank das "schlechte" LDL-Cholesterin deutlich. Gleichzeitig begann sich Dihydroferulasäure (DHFA) im Blut anzusammeln. Laut den Forschern entsteht diese bei der Verarbeitung von Hafer durch Darmbakterien und hängt mit den gesunkenen LDL-Werten zusammen. Besonders spannend war die Beobachtung, dass der Effekt auch noch Wochen nach dem Konsum messbar war.
Intensivere Hafer-Diät wirkt effektiver
Die Forscher untersuchten zudem, wie sich eine längere Variante der Hafer-Kur auf die Probanden auswirken würde. Dafür setzten sie eine zweite, eigenständige Studie mit ebenfalls 34 Teilnehmern auf, welche für sechs Wochen eine Mahlzeit pro Tag mit Haferflocken zu sich nehmen mussten. Sonst blieb die Ernährung der Teilnehmer unverändert.
Dabei konnten die Wissenschaftler keinen besonderen Effekt beobachten - ganz anders als bei der zweitägigen Studie. Das scheint Hinweise darauf zu geben, dass nur größere Mengen an Haferflocken einen Unterschied machen. Als nächsten Schritt wollen die Forscher klären, "ob eine sich alle sechs Wochen wiederholende intensive Hafer-Kur auch tatsächlich dauerhaft präventive Wirkung entfaltet."
Mehr über ausgewogene Ernährung können Sie hier lesen:
- Schützt Steak vor Krebs? Forscher geben überraschende Antwort
- Nicht immer ungesund - diese Fette schützen Herz und Gehirn
- Wie Sie mit gesunder Ernährung Herzinfarkten vorbeugen können
- Wie schädlich ist Cholesterin wirklich?
- Simvastatin gegen Cholesterin - daher kommen die Muskelschmerzen
sfx/bua/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.