Wetterfühligkeit: Kein Mythos - Warum beim Wetterumschwung Kopfschmerzen drohen
Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme - viele Menschen behaupten, an körperlichen Beschwerden zu leiden, sobald das Wetter umschwingt. Die Fakten zeigen: Hierbei handelt es sich nicht bloß um einen Mythos.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Bestimmte Wetterlagen können körperliche Beschwerden auslösen
- Die sogenannte "Wetterfühligkeit" ist kein Mythos, sondern längst belegt
- Faktoren wie Temperatur oder Luftdruck tragen zu den Symptome bei
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Nach wochenlanger Kälte wird in vielen Regionen endlich wieder wärmer. Doch manch einer freut sich möglicherweise weniger über den Wetterumschwung. So klagen einige über Beschwerden wie Schwindel, Kreislaufprobleme oder Kopfschmerzen. Alles Einbildung? Keineswegs, denn Studien belegen: "Wetterfühligkeit" gibt es wirklich.
Sensibilität bei Wetterumschwüngen ist gut erforscht
"Die Studien haben gezeigt, dass bei bestimmten Wetterlagen bestimmte Beschwerden signifikant häufiger auftreten. Nicht nur Kopfschmerzen treten dann auf", erklärt Katrin Graw, die sich beim Deutsche Wetterdienst mit medizinisch-meteorologischer Forschung beschäftigt, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ebenfalls typische wetterbedingte Beschwerden seien laut Studien:
- Abgeschlagenheit
- Müdigkeit
- Unruhe
- Schlafprobleme
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Atemwegserkrankungen
- Gelenkschmerzen
"Wie der Mensch auf das Wetter reagiert, hängt davon ab, wie der allgemeine Gesundheitszustand in dem Moment gerade ist", betont Graw. Sei der Körper ohnehin schon belastet, könne dies verstärkt zu Wetterfühligkeit führen. Vor allem ältere Menschen, Frauen und Menschen mit Vorerkrankungen seien dabei häufiger betroffen.
In einer Befragung der Universität München und des Allensbach-Instituts zeigte sich, dass etwa jede zweite Person in Deutschland der Meinung ist, den Einfluss des Wetters auf die eigene Gesundheit zu spüren.
Warmfront drückt - jetzt muss sich der Körper anpassen
Aktuell könnte sich Wetterfühligkeit etwa in Form von Schwindel zeigen. "Das aktuelle Wetter derzeit kann Beschwerden bei wetterfühligen Menschen auslösen, dadurch, dass wir im Moment eine Warmfront haben, die sich Deutschland nähert", erklärt Graw.
Das sorgt dafür, dass sich mehrere Faktoren ändern: "Die Temperatur nimmt zu. Wir haben eine Änderung des Luftdrucks, weil sich das Tiefdruckgebiet nähert. Wir haben auch Änderungen des Windes, der Sonnenscheindauer und der Feuchte. Und all diese Parameter führen dazu, dass sich der Körper verstärkt anpassen muss an diese verschiedenen Änderungen. Das kann zum Beispiel bei Menschen mit niedrigem Blutdruck zu Schwindel führen oder zu Kreislaufproblemen."
Gefahrenkarte für Wetterfühlige
Unterstützung für Wetterfühlige gibt es auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes: Auf Gefahrenkarten können sich Wetterfühlige tagesaktuell darüber informieren, in welchen Regionen Wetterlagen herrschen oder kommen, die möglichweise bestimmte Symptome verstärken können. So kann man als wetterbedingt Betroffener von rheumatischen Beschwerden etwa nachschauen, ob in den nächsten Tagen in Norddeutschland eine dafür relevante Wetterlage aufzieht.
Ansonsten empfiehlt Expertin Graw eine Art Expositionstherapie: Betroffene sollen sich möglichst viel dem Wetter auszusetzen - also an der frischen Luft bewegen, Fahrrad fahren oder Wechselduschen nehmen. "Dadurch kann man sich anpassen an das Wetter oder auch die Regulationsfähigkeit trainieren."
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sfx/loc/news.de/dpa
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