Kardiologe warnt vor stillem Herzinfarkt: Diese zwei Symptome sollte niemand ignorieren
Jeder dritte Herzinfarkt bleibt unbemerkt. Manche Betroffene erfahren erst davon, wenn sie den zweiten erleiden. Ein Kardiologe erklärt, welche zwei anhaltenden Symptome auf einen bereits erlittenen stillen Herzinfarkt hindeuten können.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Jeder dritte Herzinfarkt bleibt unbemerkt – Ärzte sprechen von "stillen" Infarkten
- Brustschmerzen und Atemnot sind oft die einzigen Warnzeichen
- Frauen, Diabetiker und Ältere sind besonders gefährdet
Herzinfarkte verlaufen nicht immer mit den typischen dramatischen Symptomen. Etwa ein Drittel aller Herzinfarkte geschieht "still", ohne dass Betroffene es bemerken. Davor warnt der Kardiologe Professor Tim Chico von der British Heart Foundation. Diese stillen Herzinfarkte werden häufig erst Wochen, Monate oder sogar Jahre später diagnostiziert. "Sie werden oft erst bei einer Routineuntersuchung entdeckt oder wegen anhaltender Beschwerden wie Brustschmerzen oder Atemnot", erklärt der Mediziner. Das macht sie besonders tückisch: Ohne rechtzeitige Diagnose bleibt auch die lebensrettende Behandlung aus.
Stiller Herzinfarkt: Zwei Warnsignale, die niemand ignorieren sollte
Brustschmerzen und Atemnot zählen zu den wichtigsten Hinweisen auf einen bereits erlittenen stillen Herzinfarkt. Diese Beschwerden können über längere Zeit anhalten und werden von Betroffenen oft nicht mit einem Herzproblem in Verbindung gebracht. Manche Patienten erinnern sich gar nicht an auffällige Symptome. Andere suchen wegen Zahnschmerzen, Rückenbeschwerden oder allgemeinem Unwohlsein einen Arzt auf. Erst durch Untersuchungen wie EKGs und Bluttests stellt sich dann heraus, dass sie einen stillen Herzinfarkt erlitten haben. Die Diagnose erfolgt häufig bei Routineuntersuchungen – manchmal erst Jahre nach dem eigentlichen Ereignis.
Diese Menschen sind besonders gefährdet
Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für stille Herzinfarkte. Laut Professor Chico gehören dazu vor allem Menschen mit Diabetes, Frauen sowie ältere Personen. Bei ihnen treten die klassischen Warnsignale eines Herzinfarkts häufiger in abgeschwächter Form oder gar nicht auf. Die Symptome können zudem sehr unspezifisch sein. Experten der Cleveland Clinic beschreiben, dass sich ein stiller Herzinfarkt wie Grippe, Sodbrennen oder ein verspannter Muskel anfühlen kann. Auch starke Müdigkeit oder allgemeines Unwohlsein zählen zu den möglichen Anzeichen – Beschwerden, die viele Betroffene nicht ernst nehmen.
Verzögerte Behandlung kann tödlich enden
Die späte Erkennung stiller Herzinfarkte hat schwerwiegende Konsequenzen. "Das bedeutet, dass Behandlungen ausbleiben, die Schäden am Herzen reduzieren und das Risiko eines weiteren Herzinfarkts senken", warnt Professor Chico. Je früher die Therapie beginnt, desto wirksamer ist sie. Manche Betroffene erfahren erst von ihrem ersten Herzinfarkt, wenn sie einen zweiten erleiden. Diesen hätten sie möglicherweise verhindern können, wären sie rechtzeitig behandelt worden. Der Kardiologe empfiehlt einen gesunden Lebensstil als beste Vorbeugung. Wer unter hohem Cholesterin, Bluthochdruck oder Diabetes leidet, sollte mit seinem Arzt über geeignete Behandlungsmöglichkeiten sprechen.
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bua/news.de/stg
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