Trifft vor allem Männer: Woher kommen Knoten oder Schwellungen auf den Handflächen?

Was zunächst nur nach kleinen Schwellungen oder Knötchen auf der Hand aussieht, kann ein Anzeichen für eine unheilbare Krankheit sein. Die gute Nachricht: Eine einfach Behandlung kann Abhilfe schaffen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Knubbel auf der Handfläche können auf die sogenannte Dupuytren-Erkrankung hinweisen. (Foto) Suche
Knubbel auf der Handfläche können auf die sogenannte Dupuytren-Erkrankung hinweisen. Bild: AdobeStock/Osada
  • Knoten auf der Hand können auf Dupuytren-Krankheit hinweisen
  • Die Schwellungen sorgen in schweren Fällen für unbewegliche Finger
  • Mithilfe einer einfachen Behandlung lassen sich die Symptome lindern

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Kleine, unscheinbare Knoten auf der Handfläche sehen nicht unbedingt nach einem Grund zur Sorge aus. Doch dahinter steckt möglicherweise die Dupuytren-Erkrankung - eine unheilbare Verdickung des Bindegewebes, die in der Regel mit kleinen Knoten beginnt. Was passiert, wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt und welche Behandlung dagegen helfen kann, erfahren Sie hier.

Morbus Dupuytren schränkt die Beweglichkeit ein

Die genaue Ursache der als Morbus Dupuytren bekannten Erkrankung sind unklar. Sicher ist jedoch, dass sie erblich ist. Dementsprechend ist das Risiko erhöht, wenn ein Elternteil bereits darunter litt. Zudem sind Männer drei- bis viermal häufiger betroffen, wie Studien zeigen. 7 Prozent der männlichen Patienten sind zwischen 45 und 49 Jahren alt, 40 Prozent zwischen 70 und 74 Jahren.

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, so können sich im weiteren Verlauf harte Bindegewebsstränge bilden. Das führt dazu, dass die Finger sich in Richtung Handfläche beugen und immer schwerer zu bewegen sind. Bei schweren Fällen kann es auch dazu kommen, dass die Finger an der Handfläche fixiert bleiben und nicht mehr beweglich sind.

Besonders häufig trifft es dabei den Ringfinger und den kleinen Finger, nur in sehr seltenen Fällen sind alle Finger betroffen. Ist das der Fall, müssen Betroffene mit massiven Einschränkungen im Alltag rechnen. Dinge richtig zu greifen und festzuhalten ist dann praktisch unmöglich. Häufig gehen Patienten erst dann zum Arzt, wenn solche Probleme bereits bestehen.

Schon minimalinvasive Eingriffe können helfen

Die Behandlung ist dabei relativ einfach - und auch in späteren Stadien noch möglich. Je nach Schweregrad bieten sich zwei Optionen an: Zum einen die minimalinvasive Nadelfasziotomie, bei der mithilfe einer winzigen Nadel die Bindegewebsbildung durchtrennt wird. Ist der Eingriff erfolgt, kann der Finger wieder besser gestreckt werden. Die Behandlung dauert lediglich 15 bis 20 Minuten und wirkt erstaunlich schnell. Allerdings ist dieWahrscheinlichkeit dafür, dass die Symptome wiederkommen, hoch.

Bei einer operativen Fasziektomie wird das zusätzlich in die Hand eingewachsene Dupuytren-Gewebe möglichst vollständig entfernt. Die Behandlung wird unter Narkose durchgeführt. Auch hier kann es dazu kommen, dass die Symptome wiederkommen. Die Wahrscheinlichkeit liegt Studien zufolge bei etwa 21 Prozent nach fünf Jahren. Jedoch ist das Risiko immer noch deutlich geringer als bei einer minimalinvasiven Nadelfasziotomie.

Dieser Artikel wurde nach umfassender Recherche erstellt und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Im Notfall sollten Sie immer einen Mediziner oder den Rettungsdienst um Hilfe bitten.

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