Luftqualität-Warnungen in Deutschland: 305 Messstationen messen gefährliche Werte

In mehreren Städten Deutschlands, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen, werden aktuell erhöhte Schadstoffwerte gemessen. Die Wettermessstationen rufen zur Wachsamkeit auf.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Luftqualität in Ihrer Stadt. (Symbolbild) (Foto) Suche
Luftqualität in Ihrer Stadt. (Symbolbild) Bild: Adobe Stock / hansenn
  • 305 Wetterstationen melden schlechte Luft durch Feinstaub
  • Höchste Grenzwert-Überschreitung in Limburg Schiede mit 132 µg/m³
  • Umweltbundesamt meldet: Luftqualitätsindex im dunkelroten Bereich
  • Das Umweltbundesamt empfiehlt empfindlichen Menschen und Risikogruppen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden

UBA-Messstationen schlagen an! Momentan werden an 305 Stationen in ganz Deutschland schlechte bis sehr schlechte Luftqualität gemessen. In Nordrhein-Westfalen sind derzeit mit 47 Messstellen die meisten Stationen betroffen. Hauptverursacher ist Feinstaub - eine Mischung winziger Partikel, die tief in die Atemwege eindringen und die Gesundheit gefährden können.

Die höchste Überschreitung wird im Moment in Limburg Schiede gemessen. Hier liegt der Luftqualitätsindex zur Zeit im dunkelroten Bereich. Der Grenzwert für Feinstaub₁₀ wird mit 132 µg/m³ überschritten.

Die Karte zeigt eine Auswahl der Stationen mit überschrittenen Werten. Für eine vollständige Liste besuchen Sie die Luftkarten des Umweltbundesamtes (UBA).

Schlechte Luftqualität: Auswirkungen und Risikogruppen

Sensible Personengruppen können im Moment in der Umgebung der Wetterstationen von der schlechten Luftqualität negativ beeinflusst werden. Zur Risikogruppe zählen Asthmatiker und Personen, die eine Vorerkrankung der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems aufweisen. Laut UBA löst der Feinstaub "Stress in menschlichen Zellen aus." Eine langfristige Belastung kann zu Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystem, des Nervensystem führen oder den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Hinzu kommen akute Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit der durch den Stress im Körper ausgelöst wird.

Wie sollte ich mich bei schlechter Luft verhalten?

Vor allem auf Sport oder andere strapazierende Aktivitäten sollten Sie im Moment verzichten oder diese in die Morgen- oder Abendstunden verlegen. Zur Risikogruppe zählende Personen wird empfohlen, körperliche Anstrengung im Freien zu vermeiden und sich in gut klimatisierten Innenräumen aufzuhalten. In geschlossenen Räumen kann die Luftqualität durch Luftbefeuchter oder Pflanzen auf ein gesundes Niveau gehalten werden. Dafür empfiehlt die Krankenkasse AOK Efeu, Bogenhanf und Grünlilien. In Fällen von anhaltend schlechter Luftqualität wird geraten, eine FFP2-Maske oder ähnliche Atemschutzmasken in Risikobereichen zu tragen.

Ursachen für schlechte Luftqualität

Die Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie Kohle, Öl und Gas, setzt die Schadstoffe frei, die die Luftqualität erheblich beeinträchtigen. Verschiedene Faktoren können dabei eine Rolle spielen: Ein übermäßig hohes Verkehrsaufkommen kann eine Ursache sein, ebenso wie eine hohe Konzentration industriell oder landwirtschaftlich erzeugter Schadstoffe. Zudem führen die weltweit zunehmenden Naturkatastrophen wie Sandstürme, großflächige Waldbrände und Vulkanausbrüche dafür, dass die Luftqualität großräumig und für längere Zeit geschädigt wird. Den Informationen der Schweizer Institution für Luftqualität IQAir zufolge tragen auch akute Wetterfaktoren zur Luftverschmutzung bei. So kann Regen bei der Verdünnung von Feinstaub (PM10) helfen, Wind die Verbreitung von Schadstoffen begünstigen und intensive Sonneneinstrahlung gemischt mit Fahrzeugabgasen zur Erhöhung des Ozons führen.

Zudem informiert das Umweltbundesamt (UBA) bei akuten Wetterlagen oder langanhaltenden Schadstoffbewegungen in ihrer Pressestelle.

Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid: Diese Schadstoffe verschmutzen unsere

Feinstaub (PM10, PM2,5, PM1), Ozon (O₃) und Stickstoffdioxid (NO₂) gehören zu den Hauptverursachern der Luftverschmutzung. PM10 umfasst Partikel bis 10 Mikrometer, PM2,5 bis 2,5 Mikrometer und PM1 ultrafeine Partikel unter 1 Mikrometer. Sie entstehen durch den Straßenverkehr, Industrieanlagen, Kraftwerke sowie natürliche Quellen wie Waldbrände. Schwefeldioxid (SO₂), das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird, trägt zur Feinstaubbildung und saurem Regen bei. Bodennahes Ozon (O₃) entsteht durch Reaktionen von Stickstoffoxiden (NOₓ) mit Sonnenlicht und erreicht im Sommer gesundheitsschädliche Werte. NO₂, ein stechend riechendes Reizgas aus Verbrennungsprozessen, fördert die Bildung von Feinstaub und Ozon. Der Luftqualitätsindex (LQI) wird aus den Konzentrationen verschiedener Schadstoffe berechnet, indem für jede Komponente ein Teilindex ermittelt wird. Der höchste Wert bestimmt die Gesamteinstufung der Luftqualität von "sehr gut" bis "sehr schlecht".

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+++Dieser Text wurde auf der Basis des Umwelt Bundesamt (UBA) generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unter hinweis@news.de mitteilen. +++

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